von Malte Gesser
Ich habe ja schön alle Teile Brasiliens kennen gelernt. Den
Süden, Westen und Osten. Und mit dieser Tour auch den Nordosten. Meiner Meinung
nach ist der Nordosten der schönste Teil Brasiliens. Es gibt zwar nicht so
viele exotische Tiere, dafür aber die schönsten Strände, die ich bisher in
meinen Leben gesehen habe. Wir haben bei der Tour eigentlich alles gesehen was noch fehlte und sogar echte Brasilianer,
die bei mir unten im Süden ein wenig zu kurz kommen. ????

Diese Tour ging leider nur einen Monat lang von Januar bis
Februar. Meine Mitreisenden waren ca. 80 Austauschschüler aus 19 Ländern. 80
Jugendliche, die das gleiche Abenteuer miteinander erlebt haben. Diese Zeit ist
für mich die schönste Zeit des Austausches, obwohl einige Stimmen sagen, dass
man sich mehr mit dem Alltag auseinander setzen sollte.
Die ganze Küste Brasiliens ist einfach nur schön. Wir waren in Fortaleza,
Canoa Quebrada, Natal, Recife, Porto de Galinhas, Maceio, Aracuja, Praia do
Forte, Salvador, Lencois, Porto Seguru, Vitoria, Rio de Janeiro. Jede dieser Städte hat seinen besonderen Reiz, aber leider
auch nicht so reizvolle Seiten. Diese Städte
sind
nicht so sicher, wie man es aus Europa gewohnt ist. In Salvador zum Beispiel
wurde in unserem Bus eingebrochen, als er direkt vor unserem Hotel stand.
Einer von uns wurde auf der Strasse überfallen, als wir alle zusammen waren, es
wurden Taschen gestohlen, Kameras (darunter auch meine) Kreditkarten (darunter
auch meine) und weitere Wertgegenstände. Auf diese Sachen sollte man schon
besonders aufpassen. Es gibt hier jede Menge Armut. Armut, die man in
Deutschland so nicht kennt. Niemand kann sich vorstellen, wie schlimm es dort
ist, wenn man nicht da gewesen ist. Bettelnde Kinder auf den Strassen, die dich
direkt ansprechen ob du Geld möchtest. Doch nicht nur Kinder: Auch junge Erwachsene
und ältere Leute. Einfach nur schlimm so was. Und wenn man nicht aufpasst
oder vielleicht sogar mit seinen Dingen prahlt, kann es einem sehr schnell
passieren
dass man genau um diese Dinge erleichtert wird.
Zuerst ging es zu der Hauptstadt Brasiliens, Brasilia, die
auf mich nicht sehr anziehend wirkte. Eine Hauptstadt eben. Wir hatten dort
auch nur City Touren gemacht, keine anderen Aktivitäten. 3 Tage lang nur City
Touren. Und das wiederholte sich: In jeder Stadt gab es mindestens eine Tour.
Danach ging es mit dem Flugzeug nach Fortaleza: Endlich die erste Stadt am
Meer. Das erste Mal seit einem halben Jahr, dass ich das Meer gesehen habe. Die
ganze Gruppe war froh, endlich angekommen zu sein. Und siehe da, unser Hotel
lag auch direkt am Strand. Nur leider gab es auf dieser Tour eine Regel, die es
verbot, alleine ins Meer zu gehen. Aber auch hier gab es Wege, das Ganze in
unserem Sinne zu „regeln“. In Fortaleza hatten wir ein volles Programm;
Beach
Park, Praia do Cumbuco und Buggy fahren. In dem Beach Park, so hieß es, gäbe es
die höchsten und schnellsten Rutschen der Welt mit bis zu über 100 km/h.
Cumbuco ist einer der schönsten Orte. Für jeden, der Strände liebt (Und dazu
kommt noch, das dieser Ort einer der bekanntesten und besten Kitespots ist –
wollte ich schon immer einmal erleben). Nun war mein Traum erfüllt. Zwar nur
für ein paar Stunden, aber es soll ja nicht das letzte Mal gewesen sein. Von
Fortaleza aus ging es nach Canoa Quebrada eine Hippy-Stadt mit Dünen. Hier soll
es einen der schönsten Sonnenuntergänge Brasiliens zu sehen geben. Na ja,
schönere habe ich auch schon in Holland und auf der Insel Fehmarn gesehen.
Danach Natal, wo wieder eine City Tour angesagt war. Danach Recife und Maceio.
In Maceio wurde der erste brasilianische Präsident geboren. Es ist eine
historisch sehr interessante Stadt. Danach ging es weiter nach Salvador. Diese
Stadt ist eine der ärmsten Städte, die ich im Nordosten gesehen habe.
Und auch sehr gefährlich. Auch hier gibt es sehr schöne Strände und auch die
Innenstadt ist sehr schön mit vielen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel der Bonfim
Church und dem Modelo Market. Sehenswert sind auch die Artisten, die Ihre Kunst
auf der Strasse vorführen, wie auch der Capoeira. Das ist ein brasilianischer
Kampftanz, der sehr schön anzuschauen ist. Und siehe da wie kleine die Welt
doch ist haben wir in einem Shopping Center eine andere Austauschschüler
Gruppe getroffen und siehe da, habe ich eine gute Freundin aus Gladbeck
getroffen
Am Abend waren wir in einer Disko, wo die bekannteste Reggae-
und Samba-Gruppe Brasiliens aufgetreten ist. (leider habe ich seid diesem
Tag keine
Fotos mehr machen können, da mir meine Kamera in Salvador gestohlen
wurde).
Nach
Salvador kamen ein paar andere kleinere Städte und schließlich unser letztes
Reiseziel: Rio de Janeiro. Wir hatten in einem Hotel direkt an der Copacabana
Quartier bezogen. Wobei ich die Leute, die die Copacabana so schön finden,
nicht verstehen kann. Es gibt dort nur Wasser und Strand und das direkt an
einer viel befahrenen Hauptstraße. Einfach nur hässlich, insbesondere, wenn man
diesen Strand mit anderen Traumstränden Brasiliens
vergleicht.
Ganz im Gegensatz dazu steht das Panorama der Umgebung mit dem Zuckerhut
und der Christo Statue (Bilder folgen bald). Von beidem Aussichtspunkten
hat man
die schönsten Ausblicke über die Stadt Rio de Janeiro. Einfach nur traumhaft.
Aber leider hieß es nach drei Tage Rio auch schon wieder Abschied nehmen.
Abschied von allen. Über 30 Tage mit den besten Freunden zusammen zu reisen,
war eine tolle Erfahrung. Doch auch daran kann man nichts ändern – auch diese
schöne Zeit geht vorbei. Schlimm daran ist, zu wissen, dass ich viele der
Freunde wohl das letzte Mal in meinem Leben gesehen zu haben…..
Hier meine besten Freunde (Mexico)
Wer einmal die Chance hat, so etwas mit zu machen: Lasst es
euch nicht entgehen. Es war bisher das schönste Erlebnis, das ich in Brasilien
gehabt hatte und auch so überhaupt ich werde EUCH nie vergessen......
Bericht 1
Bericht 2
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