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von Nina Kloss
(english version)
Mit
einer Platzierung unter den Top Ten High School Basketball
Teams im Staat Washington setzen die Prairie Falcons das i-
Tuepfelchen auf eine erfolgreiche Saison.
Vier Tage lang versetzten die 16 besten Girls und Boys High
School Mannschaften das ca. 50 km sued-westlich von Seattle
gelegene Tacoma ins Basketball-Fieber. Die jungen Nachwuchstalente
lockten auch in diesem Jahr hunderte von schaulustigen Fans,
Reportern und Kamerateams lokaler Fernsehsender in den Tacoma
Dome, wo die Maedchen und Jungen erbittert um den Titel des
Staatsmeisters kaempften.
In insgesamt 3 Runden wurde nach den offiziellen Regeln der
NBA um den Einzug in das Finale gespielt.
In ihrem ersten Match sahen sich die Prairie Girls den Bellarmine
Preparatory Lions gegenueber. Feierlich wurden die Teams mit
der amerikanischen Nationalhymne begruesst. Bereits vor Anpfiff
des Spiels fuellten die zahlreichen Sprechchoere der Schlachtenbummler
den Dome und auch die Zuschauer in der letzten Reihe stimmten
munter mit in die Cheers der Cheerleader ein.

Waehrend der Aufwaermphase sorgten die schuleigenen
Pep Bands fuer musikalische Unterstuetzung der Teams. „Pep
Band“ wird an amerikanischen High Schools als regulaeres
Unterrichtsfach angeboten und kann als Ausgleich fuer den Sportunterricht,
der fuer zwei Jahre von einem jeden High School Schueler belegt
werden muss, dienen. Musikalisch talentierte Schueler studieren
in diesem Unterrichtsfach eigens fuer die Schule komponierte
Stuecke ein, die dem „school spirit“ bei Football-
und Basketballspielen zusaetzlichen Ausdruck verleihen.
Mit dem Anpfiff des ersten Matches stieg nicht nur die Nervositaet
der Spieler, sondern auch die der Zuschauer. Es wurde erst
seit wenigen Sekunden gespielt, als sich die Prairie Falcons
bereits dem gegnerischen Korb naeherten.

Unter den Zuschauern kehrte eine Totenstille
ein, die jedoch nach kurzer Zeit von tosendem Applaus durchbrochen
wurde, als die Falken ihren ersten Korb machten. Schnell zeigte
sich, dass Prairie das Spiel klar dominierte und verdient gewannen
sie ihr erstes Match mit 48 zu 22 Punkten. Prairie Girls Coach
Al Aldridge war mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden: “Die
Maedchen kaempften hart und gaben ihr Bestes.“ Besonders
die Defensive ueberzeugte mit einer herausragenden Leistung.
Die Bellarmine Lions waren nicht in der Lage mehr als 9 Punkte
in einem Viertel zu erzielen. Mit Al Aldridge werden die Prairie
Girls von einem der erfolgreichsten High School Coaches in
Washington trainiert. Aldridge verfuegt ueber jahrelange Erfahrung
als Basketball Trainer und mit mehr als 580 Spielen, die er
mit den Prairie Falcons gewonnen hat, schreibt er im Staat
Washington Geschichte.

Genauso erfolgreich wie die
Ladies starteten die Prairie Boys in das Turnier. Mit einem
Endstand von 70 zu 60 Punkten besiegten sie Garfield und bahnten
sich ihren Weg mit guten Vorraussetzungen in die naechste Runde.
Am zweiten Spieltag setzte das Girls Team ihre herausragende
Leistung fort.
Mit einem 54 zu 33 Sieg qualifizierten sie sich fuer die naechste Runde. Jedoch
zahlten sie einen hohen Preis fuer diesen Sieg; die bereits angeschlagene Stammspielerin
Rachel Bristow erkrankte und musste ausgewechselt werden, Starter Chelsea Porter
kaempfte mit den Schmerzen einer Fussverletzung und Starter Ashley Corral litt
unter Gelenkschmerzen, aufgrund derer sie sich zwei Tage nach dem Turnier einer
Operation unterziehen musste.

Die Erschoepfung des wochenlangen harten Trainings
stand auch den Prairie Jungen ins Gesicht geschrieben. Seit
Beginn der Basketball Saison im Oktober trainierten die Teams
taeglich 3 Stunden, hinzu kamen Spiele und Turniere unter der
Woche, sowie auch an den Wochenenden. Fuer das Spiel gegen
Kentridge reichten ihre Kraefte nicht mehr und so verloren
sie mit 42 zu 56 Punkten.
Fuer den restlichen Tag war fuer die Prairie Basketballer Ruhe angesetzt. Die
Coaches achteten ebenfalls auf eine ausgewogene Ernaehrung ihrer Spieler und
vor dem Zubettgehen wurden in der Mannschaftsversammlung neue Ziele fuer den
naechsten Tag gesetzt. Die Maedchen hatten weiterhin gute Chancen auf den Titel
des Staatsmeisters, waehrend sich die Jungen mit einem weiteren Sieg noch fuer
das Spiel um den vierten Platz qualifizieren konnten.
Bereits nach dem zweiten Tag mussten sich 8 Teams aus dem Turnier verabschieden.
Auch wenn einige Traenen der Enttaeuschung flossen, so konnten die Maedchen und
Jungen doch stolz auf ihre Leistung sein. Die Teilnahme an den Staatsmeisterschaften
musste sich eine jede Schule hart erarbeiten. Bevor sie die Reise nach Tacoma
antreten konnte, galt es sich in ihrem Schulbezirk zu behaupten. Nur die zwei
besten Teams des Schulbezirks qualifizierten sich in den sogenannten Districts
fuer die Staatsmeisterschaften. Waehrend die ausgeschiedenen Teams wieder zurueck
zum Schulalltag kehrten, fieberten die Prairie Falcons ihrem naechsten Match
entgegen.

Die Prairie Fan Sektion wuchs von Spieltag zu Spieltag um ein
Vielfaches. Bereitwillig nahmen Schueler die dreistuendige
Fahrt auf sich, um ihre Schulkameraden lautstark zu unterstuetzen
und sie liessen auf die Haelfte reduzierte Schulklassen an
der PHS zurueck. Crimson und Gold waren die dominierenden
Farben im Tacoma Dome.
Am dritten Tag sahen sich die Jungen den Decatur Gators gegenueber. Die Anspannung
war gross, da eine weitere Niederlage das Ausscheiden aus dem Turnier bedeutet
haette. Bereits nach dem ersten Viertel lagen die Falken mit 12 Punkten im Rueckstand.
Nachdem Prairie’s Kevan West die gegnerische Mauer durchbrach und den Ball
mit einem zweihaendigem Dunking im Korb versenkte, fanden die Falcons jedoch
ihren Weg zurueck ins Spiel. Die Prairie Cheerleader kreischten, Fans sprangen
aus ihren Sitzen und ploetzlich herrschte auf der Decatur Seite Stille. Mit einem
59 – 50 Sieg qualifizierten sich die Boys fuer das Spiel um den vierten
Platz.
Die Maedchen trainierten bereits seit dem fruehen Morgen auf den Courts nahe
ihres Hotels, um sich auf das bevorstehende Spiel gegen die University Titans
vorzubereiten. Unter dem Motto des gleichnamigen Films „Remember The Titans“ schien
Prairie’s drittes Match zu stehen. Waehrend die Falcons bereits geschwaecht
in das Spiel starteten, liefen die Titans zur Hochform auf.

Mit Angie Bjorklund
im Kader, einer der fuenf besten Basketballspielerinnen ihres Jahrgangs in
ganz Amerika, wurde die Prairie Abwehr aus der Reserve gelockt.
Bis zum dritten Quartal
meisterten sie diese Herausforderung auch mit Bravour, im letzten Viertel
des Spiels jedoch wurden sie endgueltig von ihren Kraeften
verlassen und lagen
am Ende des Spiels 56 zu 47 zurueck. Obwohl der Traum Staatsmeister
zu werden mit
dieser Niederlage wie eine Seifenblase zerplatzte, war die Mannschaft mit
ihrer Leistung sehr zufrieden. “Die Titans stellten einen wirklich harten Gegner
dar und man muss gestehen, dass sie Top-Spieler auf dem Feld hatten. Auch wenn
wir dieses Spiel verloren haben bin ich stolz auf unsere Leistung. Wir haben
das ganze Spiel lang hart gekaempft und funktionierten gut als Team. Wir haben
uns gegenseitig aufgebaut.“, kommentiert Point Guard Anna Blakeslee
das Match.
Am letzten Spieltag der State Championship 2007 spielten die Prairie Girls
und die Kentwood Conquerors um den dritten Platz. Mit einer Niederlage in ihrem
letzten
Spiel landeten die Falcons auf dem sechsten Platz. Die Jungen verloren in ihrem
letzten Spiel gegen die Eisenhower Cadets und schlossen das Turnier mit dem
siebten Platz ab.

Auch wenn einige Fans den Spielstand nicht wahrhaben
wollten, so waren sie doch alle einer Meinung: “Wir haben
eindeutig das noetige Potential Staatsmeister zu werden. Mit
all den Verletzungen und Krankheiten schien in diesem Jahr
jedoch ein Fluch auf uns zu liegen.“, fasst ein Schueler
die Gedanken der Prairie Fans zusammen.
Am Samstag Abend standen dann auch die Gewinner fest;
Lewis & Clark aus Spokane gewann die Staatsmeisterschaft
der Maedchen und die Ferris Saxons, ebenfalls aus Spokane belegten
den ersten Platz unter den Jungen Teams.
Die Staatsmeisterschaften bieten den teilnehmenden Schulen
nicht nur die Gelegenheit sich mit High Schools aus ganz Washington
zu messen, sondern sie bieten den Spielern auch die Chance
von sogenannten College Scouts gesichtet zu werden. Vertreter
von Colleges aus ganz Amerika halten bei Turnieren eines solchen
Ausmasses nach talentierten Basketballern Ausschau, die sie
mit Stipendien im Wert von mehreren zehntausend US Dollar fuer
ihr College Team umwerben.
Zurueck in Vancouver, WA wurden die Basketball Teams von den
Mitschuelern zu ihrem Erfolg beglueckwuenscht und gefeiert.
Mit den Staatsmeisterschaften endete die Saison fuer die Basketballer
und in der Schule kehrte wieder der Alltag ein. Fuer die kommende
Saison steckten sich beide Teams hohe Ziele; die Prairie Girls
hoffen ihre Erfolgsserie fortsetzen zu koennen und sich zum
elften Mal in Folge fuer die Staatsmeisterschaften zu qualifizieren.Das
Potenzial dazu haben sie allemal, wie sie in diesem Jahr erneut
unter Beweis stellten.

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letztes Update
22.03.2007
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