Die Seite ist optimiert für Internet Explorer

 

Arthur Miller: Hexenjagd

12. Gastspiel der Schulbühne 91 aus Bitterfeld

Zum 12. Mal ist die Bitterfelder Theatergruppe des Walther Rathenau Gymnasiums mit 32 Personen zu Gast beim ASG/GSG. Am Freitag, dem 26. Januar 200, zeigen die Bitterfelder um 19.30 Uhr in der Aula von ASG und GSG Arthur Millers Schauspiel "Die Hexenjagd"

Das Stück spielt im Jahre 1692 in Salem, einer damals streng puritanischen Gemeinde im amerikanischen Staat Massachusetts.

Pastor Parris, der Geistliche des Ortes, hat seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail Williams und einige andere Mädchen entdeckt, wie sie im Wald zu den Liedern der noch im Heidnischen verwurzelten schwarzen Sklavin Tituba tanzten. Er meint sogar, einige nackt gesehen zu haben.

Einige der Kinder, Parris' Tochter Betty und auch Ruth Putnam, scheinen sich nicht von dem Schock der Entdeckung zu erholen. Sie werden ohnmächtig und krank. Da die "Krankheiten" der Kinder nicht von Ärzten zu erklären sind, entsteht schnell das Gerücht von übernatürlichen Ereignissen, von Teufelsbeschwörung und Hexerei.

Pastor Parris beauftragt Pastor Hale, einen Teufelsspezialisten, der Krankheit seiner Tochter auf den Grund zu gehen. Die Mädchen, allen voran Abigail, merken sehr schnell, dass sie sich selbst vor Strafe bewahren können, wenn sie andere beschuldigen, sie zu ihrem verbotenen Tun getrieben zu haben. Sie nennen wahllos Namen von Gemeindemitgliedern, die angeblich mit dem Teufel im Bund stehen, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Vor Gericht treten die Mädchen als Zeuginnen auf und denunzieren an jedem Prozesstag neue angebliche Hexen, die daraufhin verhaftet werden. Der Bauer John Proctor durchschaut jedoch diese Lügen und warnt davor, den Anklagen der Mädchen Glauben zu schenken. Abigail jedoch, die auf Proctors Hof als Magd gedient und mit Proctor ein intimes Verhältnis gehabt hat, will Proctors Frau werden und bezichtigt Elizabeth Proctor der Hexerei.

Proctor versucht mit Hilfe seiner Magd Mary Warren, seine Frau zu retten und vor Gericht zu beweisen, dass Abigail und die Mädchen lügen. Anfangs gesteht Mary, dass das Verhalten der Mädchen Vortäuschung ist, doch unter dem Druck der Mädchen und einem neuen gespielten Anfall kann sie die Wahrheit nicht durchhalten. Sie beschuldigt nun Proctor, mit dem Teufel im Bund zu sein und sie zum Geständnis gezwungen zu haben. Proctor wird sofort verhaftet und zum Tod verurteilt. Er bekommt jedoch noch eine Chance, sein Leben zu retten: Er muss sein Bündnis mit dem Teufel eingestehen. Doch kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, sein Leben für eine Lüge zu erkaufen. Somit ist sein Schicksal besiegelt...

Die verhängnisvolle Eigendynamik der Ereignisse zeigt sich auch besonders am Verhalten der kirchlichen Vertreter. Während Pastor Parris aus Angst um Ruf und Stellung den Geschehnissen tatenlos zusieht, reicht dem ehrenwerten Richter Danforth das angebliche Wissen der noch kindlichen Mädchen, um Menschen als Hexen anzunehmen und zu verurteilen. Nach Beginn und Verselbstständigung des Prozesses verharrt er in seiner starren Haltung und glaubt, nicht mehr zurück zu können. Seine Eitelkeit und Unfähigkeit, als Autoritätsperson seinen Irrtum einzugestehen, macht es ihm unmöglich, das Aburteilen von unschuldigen Bürgern zu beenden. Nur Pastor Hale kommt zur Einsicht und versucht Leben zu retten, doch er muss verzweifelt erkennen, dass der Wahn stärker ist als alle Vernunft.

Das Stück basiert auf tatsächlichen Ereignissen und wurde von Arthur Miller als Kommentar zur hysterischen Kommunistenjagd der McCarthy-Ära in den USA verfasst.

Galerie



nach oben

Online Informationen

Der Spiegel - Focus - FAZ - Frankfurter Rundschau - TAZ - Die Zeit

Süddeutsche Zeitung - Netzzeitung - Tagesschau - N-TV - Neue Züricher Zeitung

Marler Zeitung - WAZ

Sonstige

ALBERT ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

letztes Update 29.01.2007