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von Nadine Röttger
Vom 01.11. bis zum 08.11.06 besuchten 10 Schüler unserer
Schule aus den Stufen 8 und 9 die Great Wyrley Performing Arts
High School (GWPAHS) in der Nähe von Birmingham.

Wir, Bernhard Bertlich, Lea Kremer, André Kreuz,
Martha Kubitsch, Fabian Lauche, Lisa-Marie Nilles, Nadine Röttger,
Ruven Schröder, Rebecca Spannenkrebs und Linda Wozniak,
starteten am Mittwoch Nachmittag, begleitet von unseren Lehrerinnen
Elke Freeman und Regina Giegel, vom Schulhof des ASG
mit einem Bus und fuhren gemeinsam zum Köln-Bonner Flughafen.
Alle waren aufgeregt, als wir ins Flugzeug stiegen, das uns
sicher nach Birmingham brachte. Obwohl vor dem Austausch schon
reichlich Briefe und Fotos geschickt wurden, war die Spannung
spürbar. Wie wird die Gastfamilie jeden aufnehmen? Wie
komme ich mit meinem Austauschpartner klar? Hoffentlich kann
ich mich verständigen und noch vieles mehr fragten wir
uns. Doch schon nach dem ersten Tag waren alle Fragen und Sorgen
vergessen.

Am Donnerstag, dem ersten Schultag, wurden
wir mit schönen
Geschenken willkommen geheißen. Wir bekamen einen Pullover
für die Schuluniform, eine Grat Wyrley Trinkflasche und
einen Organizer. Mit der Schuluniform, zu der noch eine schwarze
Hose und schwarze Schuhe gehörten, konnte man uns kaum
noch von den englischen Schülern unterscheiden. So kam
es auch mal vor, dass die Lehrer uns für englische Schüler
hielten und uns zum Beispiel aufforderten, unsere Schuluniform
korrekt zu tragen. In diesen Situationen haben die englischen
Austauschschüler schnell geschaltet und uns in Schutz
genommen! An vier Tagen haben wir die GWPAHS besucht. Der
normale Schultag sah so aus:
08:50 Registrierung (Kontrolle der Anwesenheit)
09:10 1. Stunde
10:10 Pause
10:15 2. Stunde
11:15 Pause
11:30 3. Stunde
12:30 Mittagspause
13:20 Registrierung
13:25 4. Stunde
14:25 Pause
14:35 5. Stunde
15:35 Ende vom Schultag
Am Donnerstagabend sind wir gemeinsam Bowlen
gegangen. Es war ein schöner und lustiger Abend.

Am Freitag fand unser großes Glasprojekt statt. Wir
besuchten einen Glaskünstler in seinem Atelier und schauten
ihm bei der Arbeit zu, um später eine eigene Glasfliese
kreieren zu können. Im Voraus hatte sich jeder Gedanken über
eine Skulptur, Gebäude oder Ähnliches zum Thema typisch
Deutsch oder die Engländer zum Thema typisch Britisch
gemacht. Unser Ziel war es, die ausgesuchten Themen auf einer
Fliese in geometrischen Formen darzustellen. Diese Fliesenbausteine
werden vom Glaskünstler zu einer einzigartigen Skulptur
umgearbeitet, die voraussichtlich nächstes Jahr in der
Galerie der GWPAHG ausgestellt wird. Schon jetzt sind alle
sehr gespannt.
Am Wochenende besuchten wir Feuerwerke in atemberaubender
Größe, denn am 5. November feiert man in England
den Guy Fawkes Day oder auch Bonfire night (Nacht der Freudenfeuer).
An diesen Abenden trafen wir viele unserer Freunde aus Deutschland
mit ihren Austauschpartnern.
Unsere Gastfamilien unternahmen mit uns Ausflüge. Die
Meisten waren einmal in Birmingham shoppen. Außerdem
fanden Besuche nach London, zu einer Musikshow, zu einem Gartencenter,
zu einem Fußballspiel und zu einem Schloss statt.

Am Montag ging es mit einem Musikprojekt weiter, in dem wir
einen Rap schrieben. Jeder dachte sich einen kleinen Reim über
4 Zeilen aus, der die Eindrücke und Erlebnisse wiedergeben
sollte. Der fertige Rap wurde aufgenommen und jeder bekam die
CD, die nun eine schöne Erinnerung ist.

Am Dienstag zogen sich alle warm an, da wir Skifahren
und Schlittschuhlaufen waren. Ein Jugendtrainer der englischen
Skimannschaft, gab sich viel Mühe, uns sicher den Übungshang
hinunter zu bekommen. Erst staunten wir nicht schlecht, als
sich die weiße Pracht als Teppich herausstellte. Aber
zum Schluss waren wir uns einig, es hatte viel Spaß gemacht!
A
m
letzen Tag gaben wir eine Unterrichtsstunde in Deutsch. Thema
war das Haus. Es war lustig, da wir nur bestimmte Wörter
in kurzen Sätzen benutzen durften. Zum Beispiel, mein
Haus hat eine Küche, es gibt einen Garten… wir waren
alle erstaunt, wie gut die englischen Schüler schon mit
Hilfe ihres Vokabelheftes Deutsch sprechen konnten.

Die Woche ging sehr schnell vorbei. Der Abschied
fiel uns schwer und war sehr traurig. Für jeden war es
ein aufregendes und unvergessliches Erlebnis. Wir lernten neue
Freunde und
ein neues Land mit anderen Sitten kennen.
Wir freuen uns schon jetzt auf den Gegenbesuch.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal besonders
bei Frau Freeman und Frau Giegel bedanken, die uns den Austausch
ermöglicht haben
Nadine Röttger
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letztes Update
16.11.2006
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