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Paris

Ausflug der Zweitsprachler 2008

Nachts,als alle schliefen...kamen am 26.April 2008 um ca. 1 Uhr wir,die Zweitsprachler der jetzigen Jahrgangsstufe 9 und Frau und Herr Meyer zusammen, um den schon lang ersehnten Ausflug nach Paris anzutreten.Ort des nächtlichen Treffens war der Standort des Unternehmens „Graf's Reisen“ in Herten,das die Reise veranstaltete.Völlig aufgeregt und mit Rucksäcken bestückt, setzten wir uns in den Doppeldecker-Bus,,und als es dann auch schon losging,wollte die Aufregung für Müdigkeit nicht Platz machen und ließ uns teilweise nur ein paar Stunden Schlaf.

Am nächsten Morgen gab es dann schon die erste Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu prüfen: eine Tankstelle - wir waren schon in Frankreich unterwegs - ausgestattet mit Café-Tabac und Restaurant.Zuerst zögerlich,aber dann doch recht mutig kauften die Ersten sich eine Zeitschrift oder etwas Süßes zum Knabbern.Völlig froh,dass die Kassirerin uns verstanden hatte,kehrten wir zum Bus zurück und setzten unsere Reise fort.

An Schlaf war nicht mehr zu denken,also beschäftigten wir uns damit,unsere Einzelvorträge über die Sehenswürdigkeiten von Paris durchzugehen oder neue Kontakte innerhalb der Busgemeinschaft zu knüpfen (man erwähne besonders zwei Jugendliche aus Las Vegas und aus Australien).Gegen 9 Uhr stieg die Aufregung merklich an,da sowohl der Busfahrer,als auch die Straßenschilder aufmerksam machten,dass wir uns nicht mehr weit vom Ziel unseres Trips befanden.Und spätestens um etwa halb zehn holte uns die Realität ein,als wir am Place de la Concorde herausgelassen und von warmer Sonne und der Schönheit des Platzes geblendet wurden.

Nachdem erste freudige Anrufe nach Hause erledigt wurden,bewunderten wir den Place de la Concorde mit l'Obelisque.Total perplex und hypnotisiert gingen wir weiter durch den Jardin des Tuileries ,einem faszinierdenden,bunten Garten,der bis zum Louvre,dem bekanntesten Kunstmuseum Frankreichs und einem wirklich atemberaubend schönen Palast,reichte.
Dort angekommen - zwischendurch wurden belustigende Toilettenbesuche abgestattet - machten wir eine “kleine” Pause,lauschten dem Einzelvortrag und ruhten uns an den Pyramide aus.


Weiter ging es dann nun zum Centre George Pompidou -ebenfalls einem berühmten Museum-,wo sich einige von uns von den leicht aufdringlichen Malern Karikaturen anfertigen ließen.Vorbei an den zahlreichen Souvenirläden und verschiedensten Geschäften-natürlich nicht ohne “einen Blick” hineinwerfen und den Blick nach einer “Paris”-Tasche schweifen zu lassen-bewunderten wir die bunt belebte Innenstadt von Paris und machten dann auch schließlich einen kurzen Mittagsstop bei einem “Restaurant”,das wohl als einziges nicht neu für uns war:McDonald's.Bei so wunderschönem Wetter ließen wir uns das Essen natürlich draußen im Schatten der Bäume an einem Platz mit Brunnen schmecken und beobachteten die entspannte Kultur der Franzosen.
Nach den namenswerten “Pipipausen” fuhren wir mit unsrem Ausflug fort zu dem schönen Rathaus von Paris,dem Hôtel de Ville,und von dortaus machten wir uns auf den Weg zur weltberühmten Kathedrale Notre Dame.Zunächst durch die lange Schlange vor der Kathedrale abgeschreckt,aber dann doch fasziniert von der Architektur des Gebäudes,stellten wir uns an und gelangen schließlich auch recht schnell hinein,wo wir Notre Dame von innen bewundern konnten.Uns wurde nicht zu viel versprochen,mehr sagen wir nicht dazu,Sie müssen es sich selbst anschauen!

Als wir uns wieder draußen auf dem Platz versammelt hatten,war eine schwierige Entscheidung zu treffen:Gingen wir zur Sorbonne,der tolle Universität,die den Mittelpunkt des Studentenviertels Quartier Latin bildete, und zur “Grabstätte” des Napoleon,dem Hôtel des Invalides,oder besuchten wir das Sacre-Coeur,eine weiße wunderschöne Kirche,die im nördlichen Viertel Montmartre liegt?
Wir entschieden uns fürs Sacre-Coeur und hatten somit die Möglichkeit,mit der Metro zu fahren.
Die U-Bahn in Paris ist jedoch völlig anders,als in z.B. Marl:Wir fanden ganze Untergrund-Einkaufshäuser mitsamt H&M und Vichy,und gewöhnungsbedürftige Sicherheitsmaßnahmen,die das Schwarzfahren fast unmöglich machen.Aber schauen Sie es sich selber an! Es ist kaum beschreibbar!


Mit der Metro im Montmartre angekommen,stiegen wir mühsählig den Hügel und die Treppen bis zum Sacre-Coeur hoch,wobei sich einige von uns schon beinahe einen Sonnenstich eingefangen hatten.Oben setzten wir uns dann hin,ruhten uns aus und genossen den weiten Blick über ganz Paris(denn der Hügel,auf dem die Kirche liegt,ist der höchste Punkt in ganz Paris),der allein es eigentlich schon wert war,die zahlreichen Treppen hochzusteigen.Dann besuchten wir das Sacre-Coeur von innen und schauten uns die tollen,goldenen Fragmente und Statuen an.
Draußen ließen wir unsere Blicke nochmal über Paris schweifen,und stiegen von der anderen Seite des Hügels in die liebenswerten Gassen des Montmartre hinab,wo wir weitere kleine Souvenirläden(mit weiteren und begehrten“Paris”-Taschen wohl gemerkt!!!),Cafés und Eisdielen,in denen eine Kugel Eis um die fünf Euro kostete, fanden.


Weiter-mittlerweile am späten Nachmittag-ging es dann mit dem Weg zu einem der Höhepunkte der Reise weiter:dem Tour Eiffel,der den Abschluss unserer Reise sein sollte.Als wir jedoch dort mithilfe der Metro ankamen,mussten wir leider feststellen (natürlich nach den “Oh!”s und “Ah!”s),dass die Schlange vor dem Südpfeiler,der mit Treppen zum Aufsteigen ausgestattet war, recht lang war. Deswegen blieben einige der Schüler(André Kreuz,Daniel Fancz, Dijana Korac und Fabian Lauche) unten mit Frau Meyer,wo sie sich dann auch ein bisschen vom langen Fußmarsch erholten.Die anderen,das heißt Lea Kremer,Rebecca Spannenkrebs,Lisa Höffner,Julius Schwarz,Hanna Berkel und Martha Kubitsch,trauten sich den Treppengang mit Begleitung von Herr Meyer und schafften es bis zur zweiten und zu Fuß am höchsten erreichbaren Plattform in rekordverdächtigen 20 Minuten.Stolz setzten wir uns dort in Siegesposen,knipsten einige Photos,begutachtenen die view magnifique und begaben uns dann leider auch schon wieder nach unten,um rechtzeitig den Rückmarsch zur “Bushaltestelle” zu meistern.


Also verabschiedeten wir uns mit letzten,sehnsüchtigen Blicken vom Eiffelturm und begaben uns auf den Weg.Unterwegs ließen wir es natürlich nicht nehmen,in einer Boulangerie ein paar croissants ordinaires und baguettes einzukaufen,wo unsere Sprachkenntnisse wieder auf die Probe gestellt wurden(zur Beruhigung kann man sagen,dass alle diese Probe bestanden hatten).Mit französischer Backware bestückt mussten wir dann doch vorankommen und gingen teilweise entlang der goldenen Brücken der Seine,wo wir die bekannten bateau-mouches sahen.
Am Ort,wo uns der Reisebus denn nun abholen sollte,angekommen,konnten wir dem Drang,sich zu setzten,nicht wiederstehen,und so saßen wir,die Zweitsprachler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, auf dem Fußweg der Pariser Stadt und genossen die letzten,abendlichen und immer noch sehr warmen Momente.
Schließlich kam der Bus und wir mussten uns von der Stadt der Liebe zumindest für nächste Zeit verabschieden.

Auf dem Heimweg saßen wir dann ziemlich erschöpft,aber sehr froh,die Tour mitgemacht zu haben,auf unseren Sitzen und schlummerten ab und zu,bis wir in Marl ankamen.

In den nächsten Tagen kam nur positives Feedback,und es freut mich,sagen zu können,dass die Kontakte aus der Busgemeinschaft sofort nach der Fahrt wiederaufgenommen wurden!
Insgesamt haben wir also ziemlich viel gelernt,auf dieser Parisreise:Wir haben unsere Sprachkenntnisse verbessert(zumindest teilweise),haben atemberaubende Eindrücke der Stadt Paris gesammelt und zusätzlich und völlig unerwartet lustige Bekanntschaften gemacht.

Hiermit möchte ich mich im Namen aller Teilnehmer des Drehtür-Modells der jetzigen Jahrgangsstufe 9 bei Ihnen,Frau und Herr Meyer, ganz herzlich bedanken.

Martha Kubitsch

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letztes Update 17.05.2008