Karo Kaizik, René
Pläster und Martin Rieß
Nach dem Vortrag in der Aula nutzten
die ALBERT-Redakteure Karo Kaizik, René Pläster und
Martin Rieß die Gelegenheit, Halina Birenbaum zu interviewen.

Auf die Frage, was es für eine
Überlebende des Holocaust bedeute, heute vor deutschen Jugendlichen
zu sprechen, erläutert Halina Birenbaum ihr schwieriges Verhältnis
zu Deutschland, das nicht nur ein schönes Land sei, sondern
auch das Land, aus dem die Nazi-Mörder kamen.
Dies müsse für deutsche Jugendliche heute nicht zu Schuldgefühlen
führen. Allerdings sei ein Bewusstsein der Verantwortlichkeit
nötig, das Deutschland auch heute noch Zurückhaltung
auferlege.
Angesichts der Neonazis, die sich lautstark in der Öffentlichkeit
bemerkbar machen, stelle sich ihr als einer Überlebenden
von Auschwitz die Frage, ob sich für sie alles noch einmal
wiederholen könne.
Nach all dem, was ihre Generation erlitten hat, lehnt Halina Birenbaum
eine pazifistische Grundhaltung ab und hält Gewalt zur Verteidigung
"des Guten" für gerechtfertigt und geboten. 
Marl, in dem sie wiederholt zu Gast war, ist für Halina Birenbaum
einerseits die Partnerstadt ihrer Heimatstadt Herzlia, andererseits
aber auch ein Ort, zu dem sie ganz persönliche Beziehungen
hat, weil hier gute Freunde wohnen. 
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Vortrag
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