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Über das schwierige Verhältnis zu Deutschland

Ein Interview mit Halina Birenbaum

von

Karo Kaizik, René Pläster und Martin Rieß

Nach dem Vortrag in der Aula nutzten die ALBERT-Redakteure Karo Kaizik, René Pläster und Martin Rieß die Gelegenheit, Halina Birenbaum zu interviewen.

Auf die Frage, was es für eine Überlebende des Holocaust bedeute, heute vor deutschen Jugendlichen zu sprechen, erläutert Halina Birenbaum ihr schwieriges Verhältnis zu Deutschland, das nicht nur ein schönes Land sei, sondern auch das Land, aus dem die Nazi-Mörder kamen. Dies müsse für deutsche Jugendliche heute nicht zu Schuldgefühlen führen. Allerdings sei ein Bewusstsein der Verantwortlichkeit nötig, das Deutschland auch heute noch Zurückhaltung auferlege. Angesichts der Neonazis, die sich lautstark in der Öffentlichkeit bemerkbar machen, stelle sich ihr als einer Überlebenden von Auschwitz die Frage, ob sich für sie alles noch einmal wiederholen könne. Nach all dem, was ihre Generation erlitten hat, lehnt Halina Birenbaum eine pazifistische Grundhaltung ab und hält Gewalt zur Verteidigung "des Guten" für gerechtfertigt und geboten.
Marl, in dem sie wiederholt zu Gast war, ist für Halina Birenbaum einerseits die Partnerstadt ihrer Heimatstadt Herzlia, andererseits aber auch ein Ort, zu dem sie ganz persönliche Beziehungen hat, weil hier gute Freunde wohnen.

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letztes Update 28.08.2008