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Halina Birenbaum
Halina
Birenbaum ist 1929 in Warschau geboren, ihre Jugend muss sie
im Warschauer Ghetto und in den Konzentrationslagern Majdanek,
Auschwitz und Ravensbrück verbringen. In Neustadt-Glewe
wird sie 1945 befreit; ihr Alter damals: 15 Jahre!
Sie kehrt nach Warschau zurück
und findet dort ihren Bruder, den einzigen weiteren Überlebenden
ihrer Familie. Der Kontakt zu einer Kibbuzgruppe, die sich auf
die Ausreise nach Palästina vorbereitet, führt Halina
Birenbaum über einen mehrmonatigen Aufenthalt in Deutschland
nach Paris, wo sie zunächst zögert, den eingeschlagenen
Weg fortzusetzen; schließlich emigriert sie 1947 nach
Israel.
Der
Anfang in Israel ist hart, die Realität im Kibbuz entspricht
nicht ihren Erwartungen; während der Aufbaujahre unter
Kriegsbedingungen ist außerdem niemand an den schrecklichen
Erfahrungen während ihrer Leidenszeit in den Konzentrationslagern
interessiert. In mehrerlei Hinsicht enttäuscht, versucht
Halina Birenbaum, inzwischen verheiratet, sich im Süden
Tel Avivs eine neue Existenz aufzubauen. Zwei Söhne wachsen
zunächst unter schwierigen Bedingungen auf, bis die Familie
schließlich eine gesicherte Existenz in Herzlia findet.
Mitte
der sechziger Jahre erscheint das erste Buch. Das Leben und
der Tod in der Besatzungszeit, das Martyrium der polnischen
Juden in den Ghettos und in den Konzentrationslagern bilden
das Hauptthema von Prosa und Dichtung Halina Birenbaums. Zwischen
den Zeilen ihrer Gedichte, so schreibt sie in "Between
The Lines", spüre sie den freien Atem, ein Stück
Wiedergeburt, Momente ohne Todesgefahr und ohne Angst.
Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit
arbeitet Halina Birenbaum häufig mit israelischen Jugendlichen;
in Vorlesungen und persönlichen Begegnungen vermittelt
sie ihr Wissen über den Holocaust. 1986 kehrt sie erstmals
nach Auschwitz zurück, in den letzten Jahren werden ihre
Besuche in Polen häufiger; als Zeitzeugin arbeitet sie
mit den pädagogischen Mitarbeitern in Auschwitz zusammen.
Seit einiger Zeit nimmt sie die Aufgabe der Sprecherin des Komitees
der Auschwitz-Überlebenden wahr.
Einem ersten Aufenthalt in Deutschland
folgen weitere, auch in Marl. Jeder Besucher einer Veranstaltung
mit ihr ist beeindruckt von ihrer Ausstrahlung, in jeder Begegnung
spürt man ihre Ruhe, ihre Güte und das Vertrauen in
die Menschen, außerdem eine ungeheure Energie.
Vortrag
(2005)
Interview(2005)
Besuch 2007
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letztes Update
28.08.2008
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