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Schüleraustausch mit Pazin
(Kroatien)
Am 18. April war es soweit! Wir, das sind ca. 20 Schüler
und Schülerinnen von ASG und GSG, wollten mit einem
Reisebus nach Pazin fahren. Pazin ist eine kleine, in Kroatien,
genauer
gesagt in Istrien liegende Stadt. Auf der Fahrt begleiteten
uns zwei Chemie- und Erdkunde-Lehrer, die uns hier und da
mal unerwartet Fragen zu allerlei Dingen, die diese beiden
Fächer betreffen, stellten. Schnell war klar: Das ist
nicht nur Urlaub! Aber noch bevor wir uns Gedanken über
Urlaub oder Schule machen konnten, ergab sich ein anderes
Problem: Der Keilriemen unseres Busses war gerissen. Als
ob diese Feststellung und die entstehende Verzögerung
nicht schon Schock genug waren, regnete es in Strömen
und wir saßen früh morgens gegen 6 in Italien
an einer überteuerten Raststätte fest. Und aus
der „kleinen“ Verzögerung wurde eine ausgewachsene
Verspätung von ca. 6 Stunden.
Als wir endlich in Pazin ankamen, erwarteten unsere Gastgeber
uns schon sehnlichst. Die einen freuten sich darüber,
ihre Austauschpartner vom letzen Jahr wiederzusehen und
die anderen konnten nicht erwarten ihre neuen Gastfamilien
kennen zu lernen.
Sofort am nächsten Tag begann das von den Kroaten für
uns entworfene Programm. In den nächsten Tagen lernten
wir vor allen Dingen, was für herzliche Menschen die
Kroaten sind. Wir erfuhren natürlich auch viel über
die Wirtschaft und Geografie Istriens. Istrien ist die Größte
Habinsel Kroatien und ihre Fläche beträgt 2820km
2. Ca. 200000 Einwohner hat das Gebiet. Es ist das am weitesten
entwickelte Gebiet Kroatiens und verfügt über eine
reiche Kultur, weshalb es eines der beliebtesten Touristenziele
Kroatiens ist. Wir haben auch Hum, die kleinste Stadt der
Welt besichtigt. Und Pazin selbst findet schon bei Jules
Verne Erwähnung und verfügt auch über einige
Denkmäler, wie das „Kastel“:

An einem Tag ging es nach Rijeka, einer typisch, istrischen,
großen Stadt, um einmal das Wetter und die Einkaufsgelegenheiten
zu nutzen. Aber nicht alle Schüler sind dorthin gefahren.
Eine Hand voll Jungen und Mädchen ist in Pazin geblieben
um den Schulalltag der Kroaten mitzuerleben.

Aber es war
kein normaler Schultag: Rollentausch war angesagt! Die
Schüler waren nun die Lehrer und die Lehrer die Schüler!
Trotzdem lief alles diszipliniert ab und wir erfuhren etwas über
das dortige Schülersein. Der Unterricht war alles
in allem, wie wir auch davor schon bei normalem Unterricht
erfahren hatten, lockerer als der in Deutschland. Die einzelnen
Stunden waren auch um fünf Minuten kürzer und
die Pause nach der ersten Stunde war länger als unsere.
Gut gefallen hat uns auch, dass die Schule dort erst um
9 Uhr begann. Das bedeutete aber nicht sofort später
aufstehen als sonst. Nein! Viele Kroaten hatten es sich
zur Angewohnheit gemacht sich morgens vor der Schule zu
treffen und einen Kaffee zu trinken. So hat Frühaufstehen
dann doch Spaß gemacht. Uns zeigte sich ein ganz
anderer Lebensstil, als wir ihn von Zuhause gewohnt waren.
Aber er gefiel uns!
Zum Thema Urlaub oder doch Schule ist zu sagen, dass es
Schule aber mal anders war.
Milica Jojevic
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letztes Update
23.04.2007
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