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ASG und GSG nehmen an deutsch-russischem Jugendtreffen
im Sommer teil
Von einem einwöchigen Arbeitstreffen in der
sibirischen Metropole Novosibirsk zurückgekehrt sind Ulrich
Schulte-Ebbert (ASG) und Elke Vogl (GSG). Auf Einladung der
Stiftung
Deutsch-Russischer Jugendaustausch waren die beiden Russischlehrer
in der vergangenen Woche zusammen mit 8 Vertretern weiterer
Schulen und gesellschaftlicher Organisationen aus der Bundesrepublik
in die drittgrößte Stadt Russlands gereist, um zusammen
mit russischen Partnern eine groß angelegte deutsch-russische
Jugendbegegnung im Sommer vorzubereiten, an der auch 9 Schülerinnen
und Schüler von ASG und GSG mit ihren Lehrern teilnehmen
werden.

Bei diesem von deutscher und russischer Seite
geförderten Treffen, in dessen Mittelpunkt die totale Sonnenfinsternis
am 1. August steht, werden jeweils 150 Jugendliche im Alter
von 15-26 Jahren aus Russland und Deutschland in dem Ferienlager
Oleg
Koschewoj am Ufer des Ob-Stausees in der Nähe von Novosibirsk
zusammenkommen, um sich kennenzulernen und gemeinsame Projekte
rund um die Sonnenfinsternis durchzuführen.

Eingang zum Jugendcamp Oleg Koschewoj

Mitten im Wald stehen die Häuser unweit des Ob-Stausees.
Im Vordergrund Reste des sibirischen Winters, der bei 20°
nur noch wenig Chancen hat. Hier gibt es weitere
Fotos
Die fünftägige Anreise der deutschen
Teilnehmer erfolgt am 23.07.2008 mit dem Zug ab Berlin über
Moskau, wo die Jugendlichen in die Transsibirische Eisenbahn
umsteigen werden.

Endstation im Sommer: der Hauptbahnhof von Novosibirsk
Hinter dem Projekt steht die in einem Regierungsabkommen
zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation
über jugendpolitische Zusammenarbeit vom Dezember 2004
niedergelegte Absicht, die deutsch-russische Jugend- und Schülerzusammenarbeit
zu erweitern und ihr neue Impulse zu verleihen.
Dass bei dem geplanten Projekt nun einmal nicht
die ansonsten häufig besuchten Magneten Sankt Petersburg
oder Moskau, sondern das Zentrum Sibiriens Begegnungsort sein
wird, erwies sich schon während des Vorbereitungstreffens
in Novosibirsk als richtige Entscheidung. In allen Gesprächen
und bei allen Begegnungen erhielten die deutschen Gäste
den Eindruck, dass sich hier im wider Erwarten überhaupt
nicht kalten Sibirien eine Region etwa von der halben Größe
der Bundesrepublik mit großer Dynamik, mit Selbstbewusstsein,
Offenheit und Neugier auf den Weg gemacht hat, um die Beziehungen
mit dem Westen zu vertiefen und Kontakte zu knüpfen. Zwei
Stichworte sind es dabei vor allem, die das vermittelte Bild
kennzeichnen: Jugend und Wissenschaft.

Empfang beim Vizegouverneur des Gebiets Nowosibirsk A.G. Filitschev
Eindrucksvoll die von Disziplin und Lerneifer
gekennzeichnete Atmosphäre in den besuchten Schulen, die
insgesamt sehr gut ausgestattet sind.

Fragend entwickelnder Unterricht auf
hohem Niveau im Lyzeum 130 in Akademgorodok

Erste Kontakte sind geknüpft: Lyzeum 130
Eindrucksvoll auch die Kontaktfreude der Studenten,
die mit hervorragenden Deutschkenntnissen das Gespräch
mit den deutschen Gästen suchten.

Studentinnen des deutschen Sprachlernzentrums tragen deutsche
Chansons vor
Eindrucksvoll natürlich auch die kompakte
Ansammlung der erstklassigen wissenschaftlichen Institute der
sibirischen Akademie der Wissenschaften im berühmten Akademgorodok,
das, in märchenhaft anmutenden Birkenwäldern erbaut,
fast wie ein Erholungsort wirkt.

Und immer wieder spürbar: einerseits die
große Wertschätzung wissenschaftlicher Leistung,
die in den Museen der Schulen oder auch auf den Plakaten im
Eingangsbereich der Universitätsinstitute dokumentiert
wird, andererseits aber auch der Enthusiasmus, mit dem Lehrerinnen
und Lehrer, aber auch die Professoren sich trotz bescheidener
Bezahlung um die Jugendlichen kümmern.

Das alles zusammengenommen mit der überwältigenden
sibirischen Gastfreundschaft machte den Arbeitsbesuch im 5000
km entfernten Novosibirsk auch zu einem nachhaltigen menschlichen
Erlebnis. Genug Motivation, um die freundschaftlichen Kontakte
mit Novosibirsk zu intensivieren. Die ersten E-Mails gehen hin
und her. Eines steht aber schon jetzt fest: das Jugendtreffen
im sommerlichen Sibirien wird ein herausragendes Erlebnis für
alle Beteiligten.

Der Ob bei Novosibirsk
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Der Spiegel - Focus
- FAZ - Frankfurter
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- Die Zeit
Süddeutsche
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- N-TV -
Neue Züricher Zeitung
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letztes Update
21.07.2008
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