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¡España olé!

Fahrt der Spanischkurse der Jahrgangsstufe 12 nach St. Pol de Mar

Unsere Fahrt nach Spanien begann vielversprechend: „Meine Mutter sagt immer: „Siggi, wenn du nicht weißt den Weg, du fährst immer geradeaus, denn unsere Erde ist rund und irgendwann du kommst schon an!“, witzelte unser liebenswerter Busfahrer Siggi mit original oberschlesischem Akzent. Ein Scherz, der in Anbetracht der vor uns liegenden 20-stündigen Busfahrt nach Spanien in einigen Gesichtern Panik aufsteigen ließ.
Doch die Sorge war unbegründet, denn wie sich herausstellte, kannte Siggi die Strecke in das spanische Dorf St. Pol de Mar (37 km von Barcelona entfernt) wie seine Westentasche und so erreichten die beiden Grundkurse Spanisch der Jahrgangsstufe 12 in Begleitung von Frau Grewer und Frau Haase das Ziel bereits am Vormittag des 1. Mai. Nachdem alle Taschen ausgeladen waren und die etwas verspannten Körper gestreckt worden waren, stellte sich spätestens nach der Zimmerverteilung Zufriedenheit ein.

Alle Zimmer waren einfach, aber ordentlich eingerichtet und verfügten über einen Balkon, von dem man je nach Lage des Zimmers sogar Meerblick hatte. Doch der alleinige Blick auf das blau schimmernde Meer genügte den meisten nicht und so wurden nach einer kurzen Ortsbegehung bereits erste Schwimmversuche im doch noch recht kalten Meer gewagt.

Am zweiten Tag war frühes Aufstehen angesagt, denn eine Exkursion nach Barcelona stand auf dem Programm. Nach einer etwa dreistündigen Stadtrundfahrt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie der berühmten Kathedrale „La Sagrada Familia“, dem „Parque Güell“ und dem Ausblick vom Berg Montjuic über die Stadt, setzte uns der Bus direkt an der berühmten Einkaufsstraße „Las Ramblas“ aus, wo der Nachmittag in Kleingruppen gestaltet wurde.

Doch da die Reise ja kein reines Urlaubsvergnügen war, bekamen die einzelnen Gruppen den Auftrag, ihre Spanischkenntnisse anzuwenden, indem sie auf der Straße kleine Interviews führten und die Passanten nach ihrem persönlichen Gebrauch der spanischen oder katalanischen Sprache befragten. Barcelona liegt nämlich in der Region Katalonien (Cataluña), wo neben der spanischen Sprache auch katalanisch gesprochen wird, und so galt es herauszufinden, in welchen Bereichen des täglichen Lebens die spanische und in welchen die katalanische Sprache dominiert.

Und obwohl nach diesem langen Tag fast alle auf der Rückfahrt nach St. Pol de Mar ermattet im Bus saßen, war die Nacht noch lang, denn ein Ausflug in die „Kauai-Bar“ im benachbarten Calella stand noch auf dem gemeinsamen Programm.
So saßen am nächsten Morgen recht müde Gesichter am Frühstückstisch, um zur nächsten Exkursion aufzubrechen, denn wenn man nur 3 Tage vor Ort hat, müssen diese schließlich intensiv genutzt werden. Also brachen wir nach dem Frühstück in die mittelalterliche Stadt Girona auf, in der es viel ruhiger und beschaulicher zuging als am Vortag in Barcelona.

Nach mehr oder weniger erfolgreichem Handeln an den Verkaufsständen eines Künstlermarktes setzten wir unsere Fahrt fort nach Tossa de Mar, einer Stadt, die zwar touristisch geprägt ist, aber doch ihren ursprünglichen Charme behalten hat.

Nach einem kurzen Strandaufenthalt fuhren wir von dort aus mit dem Schiff die Costa Brava entlang, um einen Eindruck zu bekommen, warum die Küste übersetzt die „wilde Küste“ heißt.

Wieder im Hotel angekommen, erwartete uns bereits ein Barbecue auf der Terrasse des Hotels. So neigte sich die Fahrt schon wieder dem Ende, denn am nächsten Morgen mußten die Zimmer bereits um 10 Uhr geräumt werden. Doch bevor es nach Hause ging, machten wir noch einen Zwischenstopp in Tordera, wo immer sonntags der größte katalanische Wochenmarkt stattfindet, der laut unserem Busfahrer „von Kuh bis Mist“ alles bietet.

So wurden die letzten Souvenirs für die Daheimgebliebenen gekauft und eine viel zu kurze Fahrt ging zu Ende...

J. Haase

 

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letztes Update 08.05.2008