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Ferien mal anders

Zum Sprachkurs nach Oxford

von Catharina Peters

In den Sommerferien habe ich eine Sprachreise nach Oxford in England gemacht. Ich besuchte dort das St. Hugh´s College für drei Wochen. Ich war gleich dort untergebracht, jedoch hatte ich auch die Möglichkeit, eine Gastfamilie bei meiner Buchung zu wählen.
Da niemand mit mir dorthin kommen wollte, musste ich alleine fahren. Einige sagten noch so etwas wie: „Eine Sprachreise, wofür hat man denn Ferien, etwa um zu lernen???“ Nun kann ich sie aber überzeugen das hinter einer solchen Reise nicht nur Lernen steckt. Ich muss zugeben anfangs hatte ich auch Bedenken „Hoffentlich sind die Leute da alle nett“ oder „Ich bin bestimmt die Einzige, die dort alleine hinfährt“. Meine Befürchtungen legten sich jedoch schon am Flughafen. In der Wartehalle sah ich schon viele Leute mit dem IST-Sticker, den wir alle zur Erkennung tragen sollten. Ich wurde gleich beim Hineinkommen von ein paar Mädchen gefragt wo ich denn hin müsste. Leider waren sie schon älter als ich und mussten in ein anderes College. Aber in dem Bus, mit dem wir zu unserem Flugzeug gefahren sind, habe ich gleich ein paar nette Leute getroffen, die auch in mein College fuhren. So nahm das alles seinen Lauf und ich verstand mich mit ihnen super. Mit den meisten habe ich 3 Wochen zusammen verbracht, einige hatten aber auch nur 2 Wochen gebucht.

In London angekommen wurden wir dann von einem Bus zu unserem College gefahren. Unser erster Eindruck war toll. Das College sah zwar sehr alt aus, aber es war riesig und wunderschön. Im Fernsehraum wurde uns gesagt, was wir machen und nicht machen dürfen, wir bekamen unsere Zimmerschlüssel verteilt und uns wurde ein schöner Aufenthalt gewünscht. Die Zimmer waren nicht so schön, aber sie waren ausreichend. Wir wurden durch das College geführt und mussten um 20 Uhr einen Einstufungstest machen, denn am nächsten Tag ging gleich der Unterricht los. Leider sind wir in unterschiedliche Klassen gekommen, aber wir waren trotzdem immer mehrere Deutsche in jeder Klasse.
Das College war sehr international. Es waren außer unserer deutschen Gruppe noch Japaner, Italiener, Spanier, Polen, Belgier und Leute aus Hongkong dort. Am nächsten Tag ging es auf eine Erkundungstour durch Oxford. Oxford ist eine sehr berühmte Universitätsstadt. Die Uni hat jedoch kein Hauptgebäude, sondern ist in der ganzen Stadt verteilt. Die Studenten leben alle direkt im College. Die Innenstadt ist relativ groß und man kann dort einiges erleben.
Abends gab es im College unterschiedliches Programm: Disco, Quiz, Tischtennisturniere, Karaoke, Bingo und Internationale Abende. Nachmittags gab es teilweise Programm, so haben wir zum Beispiel die „Christ Church“, wo ein Teil der Harry Potter Filme gedreht, bzw. übernommen wurde, besucht. An zwei Nachmittagen gab es ein Sportprogramm, wir konnten zwischen wir Fußball, Basketball, Tennis, Squash oder Schwimmen wählen. An den Wochenenden hatten wir keinen Unterricht und haben daher Tagesausflüge gemacht. Samstags ging es für uns zum Beispiel nach Bath, Cambridge, Stratford, Stonehenge, Hampton Court Palace, Portsmouth oder Windsor Castle.
An den Sonntagen ging es nach London, oder zu den auch zum Teil samstags stattfindenden Ausflügen. Es ist absolut unmöglich, London auch nur annähernd zu beschreiben, Appetit darauf zu machen schon eher. London, das ist eine der wirklichen Metropolen der Welt: eine Mischung aus altenglischer Tradition, modern quirligem Leben und einem bunten Völkergemisch. Leider hatte man in London nicht sehr viel Zeit, sodass man nur ein paar Sehenswürdigkeiten besichtigen konnte. Wir hatten ein wenig Zeit um dann noch in Covent Garden zu shoppen. Covent Garden besteht zum größten Teil aus Trödelmärkten. Wer Ausgefallenes mag, der findet dort bestimmt einige Schmuckstücke. Leider fuhr der Bus schon nach etwa 5 Stunden mit dem Bus zurück nach Oxford. Am nächsten Tag ging für uns der Unterricht wieder los: pro Tag 4 mal 50Minuten Unterricht mit Pausen dazwischen. An Mittwochnachmittagen hieß es für uns noch mal antreten zu 2 weiteren Schulstunden.

Die Woche ging schnell vorüber, sodass das Wochenende wieder auf uns wartete. Am Sonntag durften wir noch einmal nach London fahren( was eigentlich nicht üblich ist). Wir haben zuerst eine Stadtrundfahrt mit unserem Bus gemacht, sahen einige Sehenswürdigkeiten und sind auch über die Tower Bridge gefahren. Vom Picadilly Circus ging es mit der U-Bahn nach Camden Town. Eine Art verrücktes Viertel: man konnte dort alles(was man nicht brauchte) bekommen. Danach ging es zur Oxford-Street, eine der größten Einkaufsstraßen Londons. Zum späten Nachmittag hin ging es dann für uns zurück ins College und in unsere letzte Woche. Die Woche verging wie im Flug und dann war es auch schon kurz vor unserer Abreise. Wir verteilten untereinander noch unsere Adressen, Telefonnummern, Handynummern und email-adressen in der Hoffnung, dass sich auch jemand meldet. Es dauerte nicht lange, ok etwa 1Minute nach meiner Landung, da hatte ich auch schon gleich eine SMS auf meinem Handy. Nach etwa einem Monat ist schon ein Treffen und großer Email-, SMS- und Telefonkontakt herausgekommen. Über den weltweiten Kontakt habe ich mich natürlich auch sehr gefreut. So kommt es, dass in meinem Emailpostfach auch aus Österreich, Polen, Belgien und Japan Emails zu lesen sind. Weitere Treffen und ein möglicher gemeinsamer Urlaub in zwei Jahren sind auch mit ein paar deutschen Freunden geplant. Diese drei Wochen waren für mich ein schönes Erlebnis und ich hatte sehr viel Spaß.
Ich habe diese Reise mit IST gemacht, jedoch gibt es auch die Möglichkeit, andere Reiseveranstalter zu buchen. Außerdem bietet IST eine große Anzahl weiterer Reisen an. Außer in Colleges kann man in England natürlich auch in eine Gastfamilie gehen, Sprachreisen nach Malta, Amerika, Frankreich und Spanien werden auch angeboten. Wenn man über 16 ist kann man sich ebenfalls für Highschool-Aufenthalte bemühen. Aufenthalte in USA; Kanada, Neuseeland, Australien Südafrika, Spanien, England, Irland, Japan und China bieten sicherlich viel Abenteuer.


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letztes Update 08.01.2005