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Herzliche Grüpße aus Venezuela

Die ersten Eindruecke

von Fabian Meissner

(Caracas, 5.4.2004) Venezuela ist in jeder Hinsicht anders als Deutschland. Das bemerkten wir schon anfangs, als wir am Flughafen, wie Popstars von kreischenden Maedchen begruesst wurden.

Doch vorher mussten wir mit vielen anderen Problemen kaempfen. Ich, zum Beispiel hatte meinen Reisepass vergessen und deshalb schon Panik in Frankfurt. Ausserdem hatte sich auch noch der Flug von Hannes um 45 Minuten verspaetet, sodass er den Flug nach Caracas in letzter Sekunde erwischte. Doch im Nachhinein lief dann gluecklicherweise alles glatt.

Die Venezolaner haben immer gute ansteckende Laune, was, wenn man die politische und geselltschaftliche Situation betrachtet, sehr erstaunlich ist.

In Venezuela herrscht offiziell eine Demokratie, es hat sich aber ein “Diktator” Namens Chavez an die Macht gesetzt. Dieser ist in engem Kontakt mit Fidel Castro, dem kubanischen Diktator.

Die Meinungen der Bevoelkerung ueber Chavez sind geteilt. Der kleinere, gebildete Teil der Bevoelkerung ist gegen ihn, da sie seine Politik durchschaut haben, welche darauf basiert, den Staat zu manipulieren und seine persoenliche Macht zu staerken. Der andere und groessere Teil, die arme Bevoelkerung, glaubt noch an sein Wahlversprechen und steht hinter ihm.

Unsere ersten Tage hier waren sehr aufregend. Es gibt keinen gewoehnlichen Alltag, man kann es hier aber auch nicht mit einem Urlaub vergleichen, weil wir Schule und andere Pflichten haben,

Am Wochenende fahren die meisten Austauschschueler mit ihren Gastfamilien zum Strand oder in Clubs, wo wir dann schwimmen gehen und relaxen. Abends gibt es oft Partys, auf denen suedamerikanische Taenze getanzt werden, aber meistens kein Alkohol getrunken wird, obwohl 40 Bier umgerechnet nur 2$ kosten.

Auffaellig hier sind die vielen Sicherheitsvorkehrungen. Es: gilt je reicher, desto hoeher musst die Sicherheit sein. Diese beginnt mit doppelt verriegelten Tueren, sowie Mauern mit Stacheldraht und Glasscherben und endet bei mit Maschinengewehren bewaffneten Wachleuten.

Man sieht: wir haben schon viele Eindruecke gesammelt .Ich persoenlich denke schon jetzt, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Ausserdem moechte ich mich hiermit bei allen Beteiligten bedanken und bei unseren Familien zuhause und in Venezuela. Danke!

Bis bald

Fabian

 

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letztes Update 08.01.2005