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Hinter den Kulissen des Adolf Grimme Preises

von Nele Fels

Einmal im Jahr wird in Marl der Adolf- Grimme- Preis verliehen.
Man könnte natürlich meinen, dass der Preis nur einer von vielen Fernsehpreisen in Deutschland ist, doch dem ist nicht ganz so: Das Besondere an dem Preis ist, dass er einer der wenigen Preise ist, die noch ernst zu nehmen sind, da die drei Jurys nicht bezahlt werden, sondern ihre Arbeit als „ Ehrensache“ ansehen.
Und hier kommen wir ins Spiel, die Schüler von ASG und GSG.
Neben den professionellen Jurymitgliedern gibt es die Marler Gruppe, in der sich Marler Bürger, die sich regelmäßig treffen, sowie einige wenige Schüler eingefunden haben, um so über einen der zu vergebenden Preise entscheiden zu dürfen.
Und so durften wir fünf Schüler einmal miterleben, was es heißt, in einer Jury für einen Fernsehpreis zu sein und fünf Tage lang mehr oder weniger permanent Filme anzusehen. Es wird einem natürlich vorher gesagt, dass das alles sehr anstrengend werden wird, doch man weiß erst am zweiten Tag der Sichtungen, was es heißt, von morgens 9 Uhr bis um 21.30 Uhr Filme zu sehen und über sie zu reden ( und das von Samstag bis Mittwoch!). Allerdings macht es auch riesigen Spaß, mal an so etwas teilzunehmen und mitzuerleben, wie es ist hinter den Kulissen eines Preises dabei zu sein.
Dieses Jahr war das Themengebiet der Maler Gruppe „Fiktion“.
Unter diesem Begriff kann man sich dann erst mal nicht viel vorstellen, doch unter den Filmen, die wir uns angesehen haben, waren dann Filme wie „Tatort“, „Polizeiruf 110“, „Dresden“ und einige Serien.
Da man nach einiger Zeit anfängt, den einen oder anderen Film durcheinander zu werfen, ist es doch ratsam sich Notizen zu machen, damit man in der anschließenden Diskussion noch weiß, was einem besonders an dem Film gefallen hat oder nicht. In diesen Diskussionen (besonders die am letzen Tag) wird dann z.B. darüber gesprochen, ob der und der Film preiswürdig ist oder eben nicht.

Ein Highlight war für uns dann das sogenannte "Bergfest", das im Adolf- Grimme- Institut stattfindet: dort kann man auf Schauspieler, Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten mancher Filme treffen. Dieses Mal waren Andrea Sawatzki, die man z.B. aus der RTL Serie„ Arme Millionäre“ kennt, Guildo Horn und Olli Dietrich anzutreffen. Wir haben dann einige Fotos gemacht und etwas gefilmt, damit auch Ihr einen Eindruck von alledem bekommt, was wir erlebt haben.
Für uns war es natürlich auch interessant, mit Regisseuren zu sprechen, die einem noch weitere Informationen zu ihren Filmen gegeben haben. Da an dem Tag des Bergfestes noch nicht fest stand, welcher Film unseren Preis bekommt, musste man aufpassen, sich nicht von dem einen oder anderen Filmemacher beeinflussen zu lassen. Aber der eigentliche Grund, warum das Bergfest stattfindet, ist eine Diskussion am Anfang der Veranstaltung:
Diskutiert wurde diesmal über den Film „ Wut“, der viele verschiedene Meinungen bei uns in der Gruppe hervorgerufen hat, auf Grund seines doch heiklen Themas.
So konnte man z.B. erfahren, aus welchen Gründen der Film entstanden ist und was es für Probleme überhaupt gibt, mit Sendezeiten und ob ein Film gut genug ist, um ihn zu machen.
Am letzten Tag der Filmsichtungen musste dann entschieden werden, wer von uns den Publikumspreis verliehen bekommt. Dazu wurde dann noch mal über fast jeden Film, der gezeigt wurde, diskutiert und schließlich in einem bestimmten Verfahren abgestimmt.
Sicher fragt ihr euch jetzt, welcher Film denn nun den Preis von uns verliehen bekommt, doch leider dürfen wir nichts verraten. In der Adolf-Grimme-Preis-Verleihung (am 30.03.07) könnt ihr dann sehen, welchen Film wir gewählt haben.
Also entweder schaut ihr euch die Verleihung im Fernsehen an, kommt zum Theater oder ihr lest den nächsten Bericht über die Verleihung des Preises.