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"Das Wunder von Lengede" im AGI

Die Vorab-Premiere im Grimme-Institut

von Xenia Knorr


Am 5 November lud das Adolf Grimme Institut zur Uraufführung des TV-Events ein.
Die Zuschauer sahen zunächst die Zusammenfassung des ersten Teils und anschließend den kompletten zweiten Teil. Danach wurde eine offene Diskussionsrunde mit Nadja Uhl, einer der Hauptdarstellerinnen, dem Regisseur Kaspar Heidelbach sowie dem Produzenten und Adolf Herbst, einem der Überlebenden, eröffnet. Angeblich auf Grund einer Erkrankung ist der erwartete Hauptdarsteller Axel Prahl, der bereits den Adolf Grimme Preis mit Gold erhalten hat, nicht erschienen.

Die zahlreich erschienen Zuschauer zeigten sich beeindruckt von dem Film: Im Herbst 1963 bricht in der Eisenerzgrube in dem niedersächsischen Lengede ein Klärteich. 128 Bergleute und ein Monteur werden unter Tage eingeschlossen, 19 von ihnen sind sofort tot. Nach einigen Stunden können sich 79 Männer – größtenteils über einen Wetterschacht – retten.
Es werden große Suchbohrungen begonnen, dabei stoßen die Helfer auf einen Hohlraum in 79 Meter Tiefe, in welchem Überlebende vermutet werden. Allerdings werden die 39 vermissten für bereits tot erklärt, denn man glaubte, für sie gäbe es keine Lebenschance. Unerwartet erhalten die Helfer Klopfzeichen aus dem Hohlraum, über Mikrofon können dann die Verschütteten mit den Helfern kommunizieren; es stellt sich heraus, dass dort 11 Männer überlebt haben. Nach insgesamt 14 Tagen werden die Kumpel endlich aus der Unglücksgrube geholt. Die Männer sind völlig verwirrt und mit den Nerven am Ende.


Bei der anschließenden Diskussionsrunde hat der überlebende Monteur Adolf Herbst dann seine Sicht der scheinbar ausweglosen Situation, als die Kumpels eingeschlossen waren, berichtet. Nie wird er diese Erlebnisse vergessen können, auch nicht nach rund 40 Jahren. Er hat für sich selbst eine „Blackbox“ entwickelt, in der er manche Erinnerungen und Momente festhält und sie nie wieder ins Gedächtnis zurückrufen möchte.

Dieser Film berührte das Publikum und sorgte an mancher Stell für ordentliche Gänsehaut. Aber auch der Bericht von Adolf Herbst brachte die meisten zum nachdenken. Es ist ein absolut empfehlenswerter und authentischer Film!!!

Interview mit Nadja Uh