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Den mit 150 € dotierten Preis
der GEW Marl – Dorsten –Haltern erhält die
Klasse 7 c des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Marl für
ihren Film „Sebastian M.- Schüler“.
Der Film gestaltet das Thema „Ausgrenzung“
am Beispiel des Schülers Sebastian Micker, der als Neuling
in die Klasse kommt und aufgrund seiner Kleidung, seiner „anderen“
kulturellen Gewohnheiten und seines allgemeinen Andersseins
von seinen Mitschülerinnen und Mitschülern gemieden
wird. Die Gewalt des Ausgrenzens wird über die Stufen Meiden,
Schneiden, Ignorieren über aktives Verlachen und Verunglimpfen
bis hin zu echter körperlicher Gewalt glaubhaft und quälend
spürbar durchgespielt. Eine Lösung des Konflikts in
der Gruppe ist nicht möglich, weil die Agierenden nicht
einsichtig sind und weil die VertreterInnen der Schule mit blinden
Augen durch die Welt gehen. Die „Lösung“ erfolgt
am Ende tragisch, von außen, durch den Verkehrsunfall,
dem Sebastian auf seiner kopflosen Flucht zum Opfer fällt.
Die Jury prämiert diesen
Film, weil er sich mit dem komplexen Thema auf einer jungen
Jahrgangsstufe vielschichtig und zugleich altersgerecht auseinandersetzt,
ohne der Gefahr der emotionalen Klischeehaftigkeit oder Plattheit
zu erliegen. Er macht nachdenklich und traurig, aber er hat
auch Elemente der Komik. Als Diskussionsgrundlage für eine
unterrichtliche Behandlung des Themas ist er überaus geeignet.
Nicht zuletzt legt er den Finger auf einige Wunden unseres Schulalltags.
Schülerfilmfestival 2003
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