|
WAZ vom 11.12.04

Die damalige 6d - jetzt 7d
- des ASG präsentiert den Sonderpreis des Bischofs von Münster,
Reinhard Lettmann. Mit im Bild: Lehrer Ulrich Schulte-Ebbert
(l.) und Pfarrer Martin Ahls. wol-Bild |
Zum ersten Mal wurde beim Marler
Schülerfilmfestival
NRW ein Sonderpreis vergeben. Anlass dafür war der Film "Naumanns
letztes Spiel" der Klasse 7d des Albert-Schweitzer-Gymnasiums.
Der Film beginnt unspektakulär. Die Kamera zeigt einen
mit spielenden Kindern überfüllten Schulhof. Dann
der Szenenwechsel. Ab geht´s in den Keller der Schule.
Dort findet sich der Zuschauer in einem Gerichtssaal wieder.
Die Jury zeigte sich beeindruckt. Die damalige 6d des ASG griff
in ihrem Film ein Thema auf, das immer wieder diskutiert wird:
Die Todesstrafe. In der Hauptrolle agiert der zwölfjährige
Thomas Fritzsche als Fritzchen Naumann. Das Nachspielen einer
Gerichtsverhandlung, deren Urteil die Todesstrafe ist, endet
in einer Tragödie, denn Fritzchen wird wirklich gehängt.
"Wir waren beeindruckt und sprachlos über die Botschaft
und die Umsetzung des Films", teilte der begeisterte Juror,
Pfarrer Martin Ahls, Vertreter der katholischen Kirche, mit. "Wir
haben´s doch nur wie die Erwachsenen getan", sagen
die schockierten Kinder im Anblick des toten Fritzchens. Ergriffenheit
hinterlässt auch die letzte Szene, in der die Kamera durch
die Klasse geschwenkt wird und letztlich, auf den leeren Platz
von Fritzchen gerichtet, stehenbleibt.
Es war ein unglaublicher Moment für
die Klasse, als sie erfuhr, dass ihr Film von insgesamt 90
in ganz NRW Grund für
die Einführung des Sonderpreises war. Sie erhielten eine
Urkunde mit Grußworten von Bischof Reinhard Lettmann
sowie einen intägigen Ausflug zum Kettler Hof, den sie
im kommenden Frühjahr antreten werden. sg
Marler Zeitung
Galerie
1
Galerie
2
Presseberichte
Das
Wettbewerbsprogramm
|