So berichtete die Presse

Marler Zeitung

ASG siegt beim Schüler-Filmtreff

"Marl goes Babelsberg" heißt der Preis beim jährlichen Schülerfilmtreff NRW. Den diesjährigen Wettbewerb gewann die Klasse 6c des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Die Nachwuchstalente dürfen sich auf einen Besuch der Hochschule für Film und Fernsehen und des Studios in Babelsberg freuen.

Von Ina Polis

Von insgesamt 22 eingereichten Produktionen aus ganz NRW wählte die Jury zwölf Filme aus. Diese wurden am Samstag im Rathaus einem begeisterten Publikum vorgestellt. In der Gruppierung der "Jungen Talente" bis zur siebten Klasse ergatterte die Martin-Luther-Schule aus Hamm mit ihrem Film "Der Gameboy" den zweiten Platz. Die Klasse 6c vom ASG errang mit "Es geht auch ohne" den Sieg.

Der zehnminütige Kurzfilm handelt von dem kontaktscheuen Schüler Christian. Durch einen Korb von seiner Mitschülerin verletzt, flüchtet er sich bei der Betrachtung eines Plakates für Zigarettenwerbung in eine imaginäre Welt. Er steckt sich eine Zigarette an, wird aber durch einen plötzlichen Hustenanfall unsanft in die Realität zurückgeholt. In diesem Moment lädt ihn ein Mädchen ein. Fazit: Es geht auch ohne! "In diesem Film geht es um Dinge, die in der Pubertät eine zentrale Rolle spielen", sagt Jury-Mitglied Gabriele Fleischauer-Niemann (GEW NRW). Sie lobt die mutmachende Botschaft am Ende des Films, sowie die darstellerische Leistung und die Kameraeinstellung.

Professionalität beeindruckt Jury

In der Kategorie der älteren Klassen verbuchte das Berufskolleg des Märkischen Kreises, Iserlohn mit "Narzissmus und Wahnsinn" den zweiten Platz. Gewinner eines Geldpreises war hier die Europäische Filminitiative, Aachen mit "Fuzeta Stories". In diesem aufwändigen Projekt ging es um Hoffnungen und Sehnsüchte von jungen Mädchen aus Europa. Die Jury zeigte sich von der Professionalität beeindruckt. Der Film könne unbearbeitet im Fernsehen ausgestrahlt werden, urteilte Dr. Ulrich Spies vom Grimme-Institut.

Überhaupt sei die Qualität in diesem Jahr besonders hoch gewesen. Leider seien nicht viele Bewerbungen eingegangen, weil der Wettbewerb ausschließlich per e-Mail angekündigt wurde.

Dass digitale Medien, insbesondere das Internet, mehr genutzt werden sollen, war Ergebnis des Kinderfilmforums. Dr. Gerd Blanke aus Essen schlug vor, die Filme des Kinderfilmfestes künftig in einen Chatroom zu stellen. Dort könne man besser darüber diskutieren und die Meinung der Kinder einholen.

WAZ

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