Büchertipps

Imre Kertész

Roman eines Schicksallosen

von Xenia Knorr

Der Roman handelt von einem 15 jährigen Jungen, der nichts ahnend nach Auschwitz gebracht wird. Er weiß selbst nicht so genau , was da eigentlich mit ihm geschieht. Durch Glück, ihm allerdings nicht wirlich klar, wird er nach Buchenwald gebracht. Er begreift nur langsam, was mit den in Auschwitz Verbliebenen passiert,, dass sie nämlich alle in die Gaskammer gebracht werden.
Später ist er auf dem Weg in das Arbeitslager Zeitz. Dort verliert er langsam durch die harte Arbeit seine Kraft, wird von zahlreichen Krankheiten befallen. Plötzlich wird dem Jungen auch klar, wie das aufregende "Neue" zum schrecklichen und qualvollen Alptraum wird. In dieser Zeit scheint es so, dass nur noch sein Verstand da ist, doch der Körper hat sich bereits abgewendet. Vorher noch gelacht, doch jetzt sieht es so aus, als ob er diese Geste nicht mehr kennt.
Schließlich gelangt er durch erneutes Glück wieder nach Buchenwald, dort versuchen Mitäftlinge, seine Krankheiten zu heilen. Eigentlich unmöglich, dass er geheilt wird, anstatt wie tausende andere einfach erschossen zu werden. Bis zur Befreiung der Konzentrationslager hält er durch, mit erstaunlicher Kraft und Ausdauer.

Die kindliche Sichtweise des Jungen macht diesen Roman zu einem Meisterwerk. Der Leser verfolgt sein anfangs noch von Freude erfülltes Leben und merkt, wie es dann nur noch eine einzige Qual wird. Wie das Leben plötzlich den Bach hinunter geht. Es verwundert den Leser, dass dieses Kind keinen Hass gegenüber den Soldaten empfindet, der Junge versucht dagegen die Geschehnisse zu verstehen. Durch seinen Schmerz, seine Qualen und durch seine Geschichte wird dem Leser deutlich, wie zerstörerisch und menschenverachtend der Krieg ist .

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