Richard North Patterson
Tage der Unschuld
von Xenia Knorr
Als
der berühmte Staranwalt Anthony Lord in seine Heimatstadt
Lake City nach vielen Jahren zurückkehrt, wird
er wieder mit den Alten Erinnerungen an seine Jugend
dort konfrontiert: er soll als Siebzehnjähriger
seine Freundin Alison ermordet haben, doch nur er und
seine Freunde Sam und Sue sowie sein Anwalt waren von
seiner Unschuld überzeugt; die ganze Kleinstadt
bezeichnete ihn als Mörder, auch dann als ein anderer
Verdächtigter in Frage kam. Ihm blieb damals nichts
anderes übrig, als die Stadt so schnell wie möglich
zu verlassen.
Nun muss er aber seinem damals besten Freund
Sam als Anwalt zur Seite stehen, denn dem Lehrer wird
vorgeworfen, seine Schülerin ermordet zu haben.
Kein leichter Fall für den Profi,
denn er ist zwischen seinen Gefühlen und der Wahrheit
verzweifelt hin und her gerissen und versucht mit allen
Mitteln Sam aus der Sache zu bringen. Er selbst weiß
nicht, ob er seinem Freund glauben kann doch plötzlich
geschieht etwas, was er niemals erwartet hätte….
Im ersten Teil des Romans ist es ziemlich
spannend, denn die Geschichte von Anthonys Jugend spielt
in den sechziger Jahren und man fühlt sich praktisch
wieder in diese Zeit hineinversetzt. Aber als es dann
um die Aufklärung von Sams Fall geht, kann der
Leser schnell Interesse verlieren, denn das meiste bei
Sams Anklage spielt sich im Gerichtssaal ab. Dieser
Prozess wird sehr detailliert dargestellt, so kann der
Leser sehen, wie die Anklage und Verteidigung aufgebaut
sind und sich gegenseitig versuchen zu schlagen. Das
ist zwar spannend und informativ sowie lehrreich, aber
auf Dauer langweilig. Dennoch wird die Geschichte mit
einem packenden Ende abgeschlossen, das den Leser nachdenklich
macht.
Das Buch wirkt auf ein Art und Weise typisch
amerikanisch, der Zeitraum der 60er aber auch die Gerichtsverhandlung,
was jedoch auf jeden Leser anders wirken mag.
Das Buch ist für alle, die sich mit
solchem Genre beschäftigen, auf jeden Fall empfehlenswert,
aber auch für andere Leser geeignet!
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