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12.11.08
Studie: Investition in frühkindliche
Bildung lohnt sich für Staat
Köln (dpa) - Trotz anfangs
hoher Kosten lohnen sich für den Staat besonders Investitionen
in frühkindliche Bildung. Zu diesem Schluss kommt eine
Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Mehr Ganztagsgrundschulen
und kostenlose Halbtags-Kindergartenplätze kosten demnach
zwar zunächst 7,5 Milliarden Euro zusätzlich im Jahr,
langfristig sei wegen der besseren Ausbildung aber eine Rendite
von acht Prozent zu erwarten. Die Studie wurde am Dienstag in
Köln vorgestellt.
Durch die bessere frühkindliche
Förderung würden auf Dauer mehr Menschen Fachhochschulen
oder Universitäten besuchen, schreiben die Wissenschaftler.
Gleichzeitig sinke die Zahl der Menschen, die ohne Ausbildung
bleibe. Jährlich würden so 27,7 Milliarden Euro mehr
an Steuern und Sozialabgaben in die Staatskasse fließen.
Zudem ließen sich jedes Jahr 4,2 Milliarden Euro Sozialleistungen
einsparen, wenn es weniger Menschen ohne Arbeit gebe. Dank der
besseren Betreuung der Kleinkinder könnten mehr Eltern
arbeiten, so dass der Staat weitere vier Milliarden Euro Steuer-
und Sozialabgaben einnehme, hieß es.
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