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„Ich möchte den Chef sprechen!“

Geschichts-LK besucht Klöckner & Co

Am 31.10 2006 besuchte der LK Geschichte der Jahrgangstufe 12 das Unternehmen
Klöckner & Co in Duisburg. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Dialog mit der Jugend“ des Initiativkreises Ruhgebiet statt, an der das Albert-Schweitzer-Gymnasium seit mehr als zehn Jahren regelmäßig teilnimmt.

Das Unternehmen hat rund 240 Standorte in 14 Ländern wie Frankreich und Großbritannien. Es ist ein so genanntes Distributionsunternehmen, Stahl beispielsweise wird in großen Mengen eingekauft und dann an Kunden verkauft. Mit 10.000 Mitarbeitern hat der Konzern vergangenes Jahr rund 4,9 Milliarden Euro Umsatz gemacht, bei einer Tonnage von 5,9 Millionen Tonnen.
Im Vorfeld Begegnung in Duisburg besuchten der Personalchef und die für die Ausbildung verantwortliche Mitarbeiterin des Unternehmens sowie ein Vertreter des Initiativkreises Ruhrgebiet den Geschichtskurs, um vorab zum einen das Unternehmen vorzustellen und zum anderen über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren, die Klöckner jungen Menschen bietet.

Neben den Schülern des ASG und GSG waren auch Schüler von zwei weiteren Gymnasien nach Duisburg angereist. Im Anschluss an einen kurzen Image-Film über das Unternehmen begrüßte der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Ludwig die versammelten Schülerinnen und Schüler und referierte über seine Arbeit und über das Unternehmen, bevor er Rede und Antwort stand.

In der Frage- und Diskussionsrunde zeigten sich die Teilnehmer von ASG und GSG besonders aktiv. Es ging um die Situation des Unternehmens, Stahlindustrie und -handel, Stellenabbau, Umweltschutz und Arbeitsbedingungen. Auch kritische Fragen waren dabei, die die Jugendlichen sich hatten einfallen lassen; diplomatisch und rhetorisch geschickt beantwortete der Vorstandsvorsitzende auch diese Fragen neben manchen zu seinem Privatleben. Unbeantwortet blieb allerdings die Frage nach den Vorstandsgehältern unter – unter Verweis auf den Schutz der Privatsphäre, die Diskussionskultur hierzulande und kommende gesetzliche Regelungen.

Bei dem abschließenden „Get together“ erwartete die Jugendlichen eine kleines Abendessen mit leckerem Nachtisch, bevor es nach Hause ging. Am Ende waren wohl (fast) alle zufrieden: Die Schüler erfuhren mehr über wirtschaftliche Zusammenhänge und das Denken eines Wirtschaftsbosses; gleichzeitig konnten sie ihre Kenntnisse überprüfen, Fragetechniken einüben und beim Aufschnappen neuer Anglizismen ein wenig internationale Unternehmenskultur schnuppern. Ein Unternehmen öffnete sich der Jugend, dabei konnte der Konzern natürlich auch Werbung für sich machen. Aber:

Wir haben den Chef gesprochen.

Xenia Knorr

 

 

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letztes Update 07.11.2006