77 Abiturientinnen und Abiturienten
vom ASG und 55 vom GSG erhielten am Mittwoch, dem 14.6., im
Beisein von Bürgermeisterin Uta Heinrich bei
der gemeinsamen Entlassungsfeier in der überfüllten
Aula
die Reifezeugnisse. Dabei
wurden einige Schülerinnen und Schüler von ASG und
GSG wegen ihrer herausragenden Leistungen besonders geehrt.
Die
Notwendigkeit von lebenslangem Lernen, die Offenheit beruflicher
Perspektiven,
in der Chancen und Risiken liegen, und die Bedeutung von Persönlichkeitsbildung
waren die Leitmotive, die sich durch die Ansprachen der Bürgermeisterin
Uta Heinrich, der Schulleiter Karin Gutjahr (GSG) und Klaus
Jürgen
Koch(ASG) und des Sprechers der diesjährigen Abiturientia
Dennis Kloß zogen.
Dabei betonte GSG Schulleiterin
Karin Gutjahr, dass die Vorzeichen für eine positive wirtschaftliche
Entwicklung gut seien, und versicherte den Abiturienten, sie
hätten Grund zum Optimismus: "Sie kommen gerade zur rechten
Zeit."
Bürgermeisterin
Uta Heinrich erinnerte
ausgehend von dem Motto der Abiturientia 2006 (Abi 2006 Allstars
- Auch Stars müssen
gehen) an die bedeutenden historischen Veränderungen,
die zur
Überwindung der
Teilung Europas und zu einer globalisierten Welt geführt
hätten, in der die Abiturientinnen und Abiturienten
nun ihren Platz finden müssten. Das sei im Vergleich mit
früheren
Jahren angesichts wirtschaftlicher Risiken nicht leichter geworden:
"Das Abitur öffnet nach wie vor den Weg zur Universität
oder in eine qualifizierte Ausbildung, aber es ist kein Garantieschein,
den Platz seiner Wahl zu erhalten." Wichtig sei, gelernt
zu haben, wie man lernt, dann sei man vorbereitet auf die kommenden
Herausforderungen. Zum Schluss dankte Uta Heinrich
den Lehrerinnen und Lehrern, die als "Manager" der
Abi-Allstars offensichtlich gute Arbeit geleistet hätten,
und den vielen Eltern, die sich in der Schule engagiert haben.
ASG-Schulleiter
Klaus Jürgen Koch überraschte nach Worten der Begrüßung das Publikum
mit einem Rollenspiel, in dem er, assistiert von Oberstufenkoordinator
Kurt Langer, mit übergeworfenem Talar als Richter über
Anträge
auf Schulzeitverlängerung einerseits und auf sofortige
Entlassung der Abiturienten andererseits verhandelte. Das Urteil,
zu dem er gelangte,
kann als salomonisch bezeichnet werden, denn Klaus Jürgen
Koch erkannte auf sofortige Entlassung mit lebenslangem Lernen.
Lernen, so Koch, sei der Weg zur Bildung und mehr als der Erwerb
bloß funktionaler Kompetenzen, und er zitierte zum Abschluss
Walther Theodor Zimmerli: "Bildung ist das Paradies, aus
dem man nicht vertrieben werden kann."
Dennis
Kloß, der als Sprecher der
Abiturientia anschließend das Wort ergriff, ließ mit
Humor und sprachlich zugespitzt wichtige Etappen der Entwicklung
des Jahrgangs Revue passieren und konfrontierte
sie mit zeitgleich geschehenen Ereignissen aus Politik und
Wirtschaft. Dabei gelangen ihm beziehungsreiche Konstellationen,
wenn er
z.B.
daran erinnerte, dass der Eintritt in die Schule mit der Eröffnung
von Euro-Disneyland in Paris zusammenfiel, während die
Sowjetunion
"geschlossen" wurde. Am Schluss seiner mit viel Applaus
bedachten Rede appellierte Dennis Kloß an die Mitabiturienten,
die gemeinsame Schulzeit nicht zu vergessen, denn sie sei das
Band, das sie verbinde, wenn jetzt die Wege auseinanderliefen.
Die Jahrgangsbesten Dennis Kloß
und Evelyn Latoschinski erhielten den mit 300 € dotierten Förderpreis
des Lions Clubs Marl. Die Födervereine der beiden Gymnasien
zeichneten wegen besonderer Verdienste eine Reihe von Schülerinnen
und Schüler aus. Für das ASG waren dies: Marco Bühring, Sandy
Huthmacher, Dennis
Kloß, Julia Spannenkrebs, Florian Schemberg. Für das
GSG: Claudia Hesterkamp, Philipp Hofmann, Evelyn Latoschinski,
Anna Ludes, Johanna Peters. Zahlreiche weitere Preise wurden
wegen besonderer Leistungen in Physik, Chemie und Französisch
vergeben.
Musikalisch gestaltet wurde die
gelungene Feier von der Instrumentalgruppe der beiden Gymnasien
unter der Leitung
von Branco Baff und dem Chor, der, begleitet von Leiterin Andrea
Kittel am Klavier, mit einem Grease-Medley Beifallsstürme des
Publikums auslöste.