Wie werde ich...?

Auch Forstwirte und Politologen für den Entwicklungsdienst gesucht

Bonn/Köln (dpa/gms) - Für die Arbeit im Entwicklungsdienst wird
ein breites Spektrum an Berufen gebraucht. Gefragt seien neben Ärzten
und Krankenschwestern zum Bespiel Handwerker, Techniker, IT-Experten,
Land- und Forstwirte sowie Pädagogen und Politologen, sagte Stefanie
Müller vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Bonn bei der
Bildungsmesse Didacta (noch bis 13. Februar) in Köln. Auch würden
beispielsweise Verwaltungsfachkräfte gesucht, die beim Aufbau
funktionierender Verwaltungsapparate helfen können.

Der DED, der rund 1000 Entwicklungshelfer beschäftigt, schreibt
mittlerweile alle Auslandsstellen im Internet aus. Unter www.ded.de
können sich seit Anfang des Jahres 2004 Bewerber direkt auf die
Stellen hin melden, sagte Müller. Während in früheren Jahren noch
stärker Entwicklungshelfer gefragt waren, die vor Ort beispielsweise
Pflegepersonal oder Handwerker schulten, würden heute Experten
gesucht, die in der «Dritten Welt» die Ausbilder ausbilden können.

Die Anforderungen seien viel spezifischer geworden, sagte Müller.
Verträge werden über zwei bis fünf Jahre abgeschlossen. Für die
Arbeit in Asien, Afrika oder Lateinamerika gibt es kein Gehalt,
sondern ein steuerfreies Unterhaltsgeld. Voraussetzung für eine
Bewerbung ist mindestens zweijährige Berufserfahrung. Anders ist das
beim neuen Nachwuchsförderungsprogramm (NFP). Hier müssen Bewerber
eine Berufsausbildung oder ein Studium, aber keine Berufserfahrung
nachweisen, um für ein Jahr Entwicklungshelfer zu werden.

Informationen: Deutscher Entwicklungsdienst, Tulpenfeld 7, 53113
Bonn (Tel.: 0228/243 40, E-Mail: poststelle@ded.de) sowie im Internet
unter www.aktionsprogramm2015.de.