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Marler Zeitung 20.08.07
Marl - Dr. Jan-Uwe Rogge gehört zu den beliebtesten Ratgebern,
wenn es um Jugendliche in der Pubertät geht. Im Albert-Schweitzer-Gymnasium
gab er nun einige Tipps für eine bessere Erziehung.
Kabarett und Lebenshilfe: Dr. Jan-Uwe Rogge im Albert-Schweitzer-Gymnasium.
Die Aula an der Max-Planck-Straße war bis auf den letzten
Platz gefüllt. Hunderte Eltern wollten ihn erfahren, den
alles entscheidenden Tipp für die Erziehung ihres Kindes.
Jan-Uwe Rogge nahm ihnen aber direkt den Wind aus den Segeln:
Ein Allheilmittel gibt es nicht, wenn es darum geht, mit einem
Jungen oder Mädchen in der Pubertät klar zu kommen. "Sie
können es einem Pubertierenden nie recht machen",
sagte er - und sprache damit vermutlich vielen aus der Seele.
Gleichzeitig warnte er aber davor, es überhaupt zu versuchen. "Ihre
Kinder brauchen klare Grenzen", so Rogge. Wer die beste
Freundin ihrer Tochter sein wolle oder der Kumpel seines Sohnes,
verliere automatisch den Respekt. Revolte im Kinderzimmer,
die gehöre einfach dazu. "Wenn ein Pubertierender
nicht revoltiert, dann stimmt etwas nicht." Es komme auf
das Gleichgewicht zwischen entgegen kommen und Grenzen setzen
an. Und es müsse von beiden Elternteilen kommen. Väter
dürften die Erziehung nicht erst mit dem elften Lebensjahres
ihres Kindes beginnen. Dann brächten sie alles nur durcheinander.
Der Vortrag von Jan-Uwe Rogge fand großen Beifall. Das
lag wohl nicht nur an den hilfreichen Ratschlägen, die
er für leidgeplagte Eltern im Gepäck hatte, sondern
auch an seiner lockeren, manchmal ins Kabarett abdriftenden
Art, seine Thesen zu vermitteln. Ein gelungener Auftakt des
neuen Bildungsforums am Albert-Schweitzer-Gymnasium.
Andreas Korte
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