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Dialog mit der Jugend
Qualmende Schornsteine, die in den
tristen Himmel empor ragen, rostige Güterwaggons und riesige
Fabrikhallen, die sich grau in grau aneinander reihen, sind
die längst überholten Vorstellungen von rheinisch-westfälischer
Schwerindustrie.

Im „Dialog mit der Jugend“
hat die ThyssenKrupp Steel AG in Duisburg den 16 Schülerinnen
und Schülern des SoWi-Grundkurses von Frau Reichling nahegelegt,
dass ein Beruf in der Stahlindustrie keinesfalls bedrückend
und trostlos ist. Im Zeitalter der Globalisierung, die nicht
nur die Erschließung der Weltmärkte mit sich bringt,
sondern auch schmelzende Pole, steht das Unternehmen vor neuen
Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Die wachsenden Anforderungen
im internationalen Wettbewerb bedürfen innovativer Produktionsverfahren,
damit der Nachfrage nachgekommen werden kann und die Umweltauflagen
zeitgleich eingehalten werden können.

Heute beschäftigt das Unternehmen
weltweit rund 190 000 Mitarbeiter und ist auf fünf Kontinenten
vertreten. Neben der Produktion von Qualitätsflachstahl
und rostfreiem Stahl ist ThyssenKrupp an der Entwicklung von
Aufzugs-, sowie Hochwasserschutzsystemen beteiligt.

Um den Anforderungen auch zukünftig
gerecht werden zu können, setzt ThyssenKrupp auf den Nachwuchs.
Zum Zwecke der Personalgewinnung sucht das Unternehmen das Gespräch
mit Schülerinnen und Schülern, die kurz vor ihrem
Abitur stehen und ihren beruflichen Werdegang planen.
Im Rahmen von „Dialog mit der Jugend“ stand Vorstandsvorsitzender
Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz interessierten Jugendlichen am 08.03.im
Seminarzentrum von ThyssenKrupp Steel Rede und Antwort. Die
Fragen reichten von Ausbildungsmöglichkeiten, über
Frauenförderpläne, bis hin zu der Sicherheit des Standortes
Deutschland.

ThyssenKrupp gewährte den Schülerinnen
und Schülern ebenfalls einen unmittelbaren Einblick in
die Produktionsabläufe der Stahlerzeugung. Bei dem zu beobachtenden
Sauerstoffaufblasverfahren wird flüssiges Roheisen mit
Stahlschrott unter Zugabe von Schlackenbildner in einen Konverter
gefüllt. Auf die Schmelze wird über eine Lanze Sauerstoff
geblasen, wobei unerwünschte Begleitelemente, wie Phosphor,
Schwefel und Kohlenstoff in das Rauchgas übergehen. Dieser
Prozess, der sich im 45-Minutentakt wiederholt, vollzog sich
unter einer enormen Wärmeentwicklung, die in der Fabrikhalle
deutlich zu spüren war. Die Jugendlichen wurden Zeugen
von einem gewaltigen Flammenspiel, das die Atmosphäre förmlich
anheizte.

Der Exkurs in die Arbeitswelt der
ThyssenKrupp Steel AG informierte den SoWi-Grundkurs nicht nur
über die Fertigungstechnik eines Weltkonzerns, sondern
zeigte ihnen eine Reihe von Berufschancen im Ingenieurwesen,
als Wirtschaftswissenschaftler oder auch Mathematiker auf. Er
wird sicherlich bei in kürze anstehenden Bewerbungen eine
wertvolle Orientierungshilfe sein, eine guideline, wie es der
Phraseologismus im global village bezeichnet.
Nina Kloss
Dialog
mit der Jugend 2007/1
Dialog mit der Jugend
2007/2
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