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Alcopops- größere Gefahr
als man denkt
Am
12. und 13. Juli hatten wir (die Klasse 7b) unser Drogenprojekt.
An den beiden Tagen sprachen wir über Drogen wie zum Beispiel
Heroin, Kokain, Haschisch oder über das Rauchen. Aber im
Vordergrund stand das Thema „Alkohol“.Norbert Pfänder
(Drogenberater) und Heinz Ossendorf (Mitarbeiter des Ordungsamtes)
klärten uns über die Gefahr der Alcopops auf, da sehr
viele Leute diese Mixgetränke unterschätzen.
Infos über Alcopops
Alcopops enthalten meistens 5 –6
Prozent Alkohol. Damit enthält eine Alcopops-Flasche mit
275ml Inhalt mehr Alkohol, als zwei volle Schnapsgläser.
Es gibt aber auch Alcopops mit Alkoholgehalt von 10 und mehr
Prozent!
Alkoholgehalt im Vergleich:
Durchschnittliches Alcopopsgetränk (275ml.):
12,1g Alkohol
1 Glas Bier (4,8%):
7,68g Alkohol
1 Schnapsglas mit Korn (33%):
5,28g Alkohol
Zur Zeit gibt es in Deutschland drei
Hauptgruppen der Alcopops:
-
Limonaden, denen destillierter
Alkohol (Spirituosen) zugefügt wird
-
Biergetränke, die
geschmacklich so verändert wurden, dass der säuerliche
Gerb- bzw. der bittere Hopfengeschmack durch einen süssen
und fruchtigen Geschmack überdeckt wird und
-
Limonaden, die Alkohol
aus vergorenen Fruchtzucker enthalten.
Gründe für den Erfolg der Alcopops
Zielpublikum der Alcopops sind hauptsächlich
die Jugendlichen. Durch Werbung und insbesondere Förderung
von Musik- und Sportevents haben Jugendliche oft das Gefühl,
das diese Getränke extra für sie geschaffen seien.
Dies ist mit Grund des Erfolgs der hochprozentigen Alkoholmischgetränke.
Ein weiterer Grund ist aber auch, dass der Alkohol durch die
vielen fruchtigen Geschmackssorten gar nicht mehr herrauszuschmecken
ist. Dies ist besonders bei den Mädchen sehr beliebt. Deshalb
können Kinder und Jugendliche mit Alcopops in kurzer Zeit
größere Alkoholmengen zu sich nehmen, als es beim
Konsum von klassischen Alkoholika, die normalerweise Erwachsene
trinken, möglich ist. Durch die Alcopops können Kinder
und Jugendliche zwar Alkohol trinken wie die Erwachsenen (was
auch oft zum „besaufen“ genutzt wird), grenzen sich
aber gleichzeitig mit der Produktwahl von ihnen ab.
Die körperliche und psychische Gewöhnung an Alkohol
kann durch den süssen Geschmack viel früher erfolgen.
Kinder und Jugendliche haben einfachen Zugang zu den Alcopops,
da sie sie leicht selbst erwerben können oder sogar von
ihren ahnungslosen Eltern bekommen.Untersuchungen haben gezeigt,
dass 8% der Neukonsumenten Kinder und Jugendliche sind, die
die klassischen Alkoholika nicht mögen. Für diese
sind Alcopocps das Mittel für einen früheren Einstieg
in den Alkoholgebrauch.
Gefahr der Alcopops
-
Durch den Alkohol besteht die
Möglichkeit, dass sich im Unterbewusstsein der
Jugendlichen einspeichert, dass sie einige Situationen im
angetrunkenen bzw. betrunkenen Zustand leichter bewältigen
können. So besteht die Gefahr, leichter abhängig
zu werden.
-
Alkohol ist ein gefährliches
Zellgift, das schon in kleinen Mengen Schäden bei
Jugendlichen verursachen kann, da ihre Körper noch
in der Entwicklungsphase sind.
-
Bei den Jugendlichen besteht
eine erhöhte Alkoholvergiftungsgefahr, da ihnen das
Enzym zur Verarbeitung des Alkohols oft noch fehlt.
Im Gespräch mit Norbert Pfänder
und Heinz Ossendorf haben wir über Verkaufsstellen des
Alkohols diskutiert. Die beiden haben uns gefragt, welche Läden
besonders nach dem Verkauf an Minderjährige untersucht
werden sollten und was man unserer Meinung nach dagegen tun
könnte. Ein Vorschlag war zum Beispiel Testkäufe durchzuführen.
Wir hoffen wir haben euch für’s
Erste ausreichend informiert.
Wenn ihr aber noch mehr Fragen habt,
könnt ihr euch jederzeit an die Drogenberatungsstelle „Westvest“
wenden.
Die genaue Adresse:
Zeppelinstr. 3 – 45768 Marl
Tel.:02365-17464
02365-17443
Fax: 02365-16492
Anna Lena Benz und Rika Bohmann
(7b)
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