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Alcopops- Verkäufer sind bei
Ausweiskontrolle ziemlich nachlässig
Testkäufe mit 12-16-Jährigen:
erste Ergebnisse liegen vor
Drei Schülerinnen machten
5 Testkäufe in verschiedenen Geschäften (Supermarkt,
Getränkecenter, Tankstelle, Kiosk), 3 davon waren "erfolgreich",
d.h.. sie konnten ohne Beanstandung alkoholische Getränke
kaufen. Die Verkäufer von Kiosks
und einem Getränkecenter fragten die 15 jährigen Schülerinnen
nicht nach dem Ausweis, obwohl die alkoholhaltigen Limonaden
erst mit 18 Jahren gekauft werden dürfen.
Alkohol neben Spielzeugautos |
Einen Kioskverkäufer in
Marl klärten die Schülerinnen nach dem Kauf darüber
auf, dass sie erst 15 Jahre alt seien und in Zusammenarbeit
mit der örtlichen Drogenberatungsstelle Testkäufe
durchführen. Daraufhin wurde der Angestellte sauer und
sagte: „Ich verkaufe keine Drogen, das ist ab 16! Macht
das woanders!“ Auch eine Tankstellenangestellte war nicht
darüber aufgeklärt, dass Alcopops nur an über
18 jährige verkauft werden dürfen, da sie einen großen
Teil an Schnaps beinhalten.
Am erschreckendsten ist jedoch, dass eine Verkäuferin gar
nicht wusste, was sie verkauft. Sie hielt „Smirnoff Ice“
für ein Speiseeis.
Alcopops sind deshalb so gefährlich,
weil sie eigentlich wie Limonadenflaschen aussehen und man auch
nur am Nachgeschmack erkennt, dass sie Alkohol beinhalten. Wenn
sie dann auch noch neben Chips und Spielzeugautos im Regalstehen
(Foto), können Kinder sie ganz einfach mit Limonaden verwechseln
und kaufen. Deshalb ist es so wichtig, dass Verkäufer darauf
achten, wem sie etwas verkaufen und vor allem, was sie verkaufen.
Nina Wunde
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