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Die Presse berichtet:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung 17.9.2004


Debatten sind wichtig für eine lebendige Demokratie

 

 

 




Urkunden für den Schulverbund Marl, der nun im "Jugend debattiert"-Netz ist, v.l.: Dr. Eugen Rühl (Hans-Böckler-Berufskolleg), Karla Reinbacher-Richter (ASG), Gaby Debye-Göckler (Hertie-Stiftung), Hans-Peter Friedrich (ASG) und Hedi Bender (Willy-Brandt-Geamtschule) WAZ-Bild: up

Neun Projektlehrer vom Albert-Schweitzer-Gymnasium, Geschwister-Scholl-Gymnasium, dem Hans-Böckler-Berufskolleg und der Willy-Brandt-Gesamtschule nahmen an einem dreitägigen Rhetorik-Seminar in den Räumlichkeiten der insel-VHS teil.

Die freie Kommunikationstrainerin Gaby Debye-Göckler bereitete dabei die Lehrer auf den Bundeswettbewerb "Jugend debattiert" vor, den die gemeinnützige Hertie-Stiftung durchführt.

Es ist das größte privat finanzierte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen beteiligen sich 2004/2005 insgesamt 76 Schulen, bundesweit sind es rund 40 000 Schüler und 1200 Lehrkräfte an 400 Bildungseinrichtungen.

"Die Debattenkultur in Deutschland ist sicherlich nicht die feinste", stellten die teilnehmenden Lehrer fest und tauschten sich über Erfahrungen an ihren Schulen aus. "Oft werden die Debatten schnell emotional und landen auf Stammtischniveau", berichtet Sylvia Franck vom Geschwister-Scholl-Gymnasium, "oder sie bleiben unter 140 Zeichen", witzelt ein anderer Kollege.

Damit Schüler und Schülerinnen jetzt lernen, dass gute Debatten Voraussetzungen für eine lebendige Demokratie sind, werden die Projektlehrer mit den Lernschwerpunkten Politik und Deutsch bis zu den Weihnachtsferien in ihren Klassen 10 - 12 Stunden dem Debattieren widmen. Ein speziell ausgearbeitetes Lernprogramm vermittelt den jungen Menschen Debattierfähigkeit und soll zeigen, dass man nicht Feind sein muss, um eine kontroverse Debatte zu führen.

Am 12. Januar 2004 führt der neue Marler Schulverbund dann einen Wettbewerb durch, bei dem je zwei Schüler einer teilnehmenden Klasse vor einer geschulten Jury, bestehend aus Lehrern, Eltern und Schülern, ihre Fähigeiten demonstrieren müssen - dazu zählt Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Die Preisträger erhalten ein dreitägiges Profi-Training, "das weniger langweiliges Pauken, sondern eher Neues in entspannter Atmosphäre lernen bedeutet", so Debye-Göckler. Im April nehmen die Preisträger dann beim Landeswettbewerb teil.

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Marler Zeitung

Allgemeine Informationen zu Jugend debattiert

Jugend debattiert im Schulverbund Marl

[ Gründung des SVB-Marl mit Basisseminar I Einladung zum Wettbewerb I Programm I Finale ]

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letztes Update 08.01.2005