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Streiten will gelernt sein
Im
Trainingslager für den Landeswettbewerb
Jugend debattiert
von Nina Kloß

Original
Richtiges Streiten will gelernt sein;
dessen waren sich auch die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
des diesjährigen
Rhetorik-Siegerseminars der Sekundarstufe I in Wuppertal bewusst.
Die Schulverbundssiegerinnen und -sieger von Jugend debattiert
setzten sich in drei Tagen intensiv mit der Kunst des Debattierens
auseinander.
In sechs Arbeitsgruppen, die je von einem
ausgebildeten Rhetoriktrainer geleitet wurden, erarbeiteten
Jugendliche aus ganz Nordrhein-Westfalen
den Aufbau und die Funktion der einzelnen Debattenphasen „Eröffnungsrede“, „Freie
Aussprache“ und „Resümee“. Das theoretisch
Erlernte wurde stets in die Praxis umgesetzt, beurteilt und
verfeinert. Von Konkurrenz unter den Gruppenmitgliedern war
keine Spur, vielmehr unterstützten sie sich gegenseitig
durch konstruktive Kritik.
Viele Informationen prasselten auf die Schülerinnen und
Schüler während der drei Tage ein. Damit diese ausreichend
verarbeitet werden konnten, wurden die lernintensiven Phasen
immer wieder durch Auflockerungsübungen unterbrochen.
Das angenehme Arbeitsklima in den Gruppen ermöglichte
ein mit viel Spaß verbundenes Lernen und unterstüzte
die Fortschritte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Gutes Debattieren basiert jedoch nicht nur
auf schlagfertigen Argumenten, sondern auch auf einen überzeugenden Auftritt.
Dabei spielen die richtige Gestik und Mimik, wie auch der Kampf
gegen die eigene Nervosität eine große Rolle.
„Lasst eure Hände mitreden!“, „Habt
Mut zur Pause!“ und „Ihr dürft ruhig einmal
Luft holen.“ lauteten mitunter die Tipps der Rhetoriktrainer.
Obwohl das tägliche Redepensum von manch einem bereits
innerhalb der Arbeitsgruppe längst überschritten
wurde, ließen die Jugendlichen nicht von der Gelegenheit
ab, neue Kontakte zu knüpfen. Ob sie über Filme,
Bücher oder sonstige Interessen diskutierten, das Erlernte
kam auch in den Privatgesprächen zum Einsatz.
Dass die Schulverbundssiegerinnen und -sieger
wirklich mit ihren neu erworbenen Kenntnissen umgehen konnten,
zeigte sich
insbesondere durch die Fähigkeit, die Rhetoriktrainer
von ihren Anliegen argumentativ zu überzeugen, sodass
Kompromisse gefunden werden konnten. So wurden beispielsweise
längeres Aufbleiben, Stadtbesuche oder Gratisgetränke
erfolgreich durchgesetzt.
Am 28.03.05 kommen die Schülerinnen und Schüler
der Sekundarstufe I in Dortmund zusammen, um durch die Qualifikationsrunden
des Landeswettbewerbs vier Finalisten zu ermitteln, von denen
die zwei Besten am Bundeswettbewerb in Berlin teilnehmen werden.
Auch wenn die Jugendlichen während
des Rhetorikseminars immer wieder verschiedene Standpunkte
vertraten, so sind sie
sich doch alle in einem Punkt einig:
Hinter ihnen liegen drei lehrreiche und lohnenswerte Tage,
verbunden mit vielen neuen Erkenntnissen die sich auf fast
alle Lebensbereiche anwenden lassen.
Seminar der Sek II
Allgemeine Informationen
zu Jugend debattiert
Jugend debattiert im Schulverbund
Marl
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