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„Alles wirkt wie gemalt und ist doch ein Gegenstand“

Zum Abschluss der Unterrichtsreihe „Der Alltagsgegenstand in der Kunst des 20. und 21. Jh.“ besuchte der Kunst Grundkurs der Jahrgangsstufe 11 die Ausstellung „Privathaus“ des Künstlers Frank, um die Arbeit eines zeitgenös-sischen Künstlers kennen zu lernen und Kunst im direkten Austausch und „mal in der Wirklichkeit“ zu erfahren. Die Ausstellung fand bis einschließlich Ende September in der Kunsthalle statt.
Das Werk Frank Herzog zeigt Alltagsgegenstände mit möglichst großer Banalität: Elektroinstallationen, Steckdosen, Klopapierrollen, Blumenvasen, Einkaufstüten, Spülschwämme, Hundspielzeug, ... . Durch den Umgang mit dem Material Holz verzichtet er auf Detailgenauigkeit und die letzte Glätte, wodurch surreale und malerische Momente eröffnet werden. Seine Objekte erscheinen faszinierend und abscheulich zugleich, da er einerseits das sichtbar machen, was wenig Aufmerksamkeit erfährt, doch andererseits vor dem schlimmsten Kitsch nicht halt macht.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Banalität der Objekte Frank Herzogs gelang es dem Kurs doch, sich auf die teils witzigen und faszinierenden, technisch beeindruckenden, doch auch abscheulichen Objekte einzulassen, die zum Nachdenken anregten aber auch einige Fragen offen ließen. Beeindruckt zeigten sich die Schüler besonders von seinen technischen Fähigkeiten im Bereich der Malerei. Die „Elektroinstallation“ rief bei vielen Schülern Erstaunen hervor, „da es Gegenstände sind, die ich selber nicht kreieren könnte“ (Kai Mielcarek). Geschockt waren viel Schüler von dem „Frauenstuhl“, weil „Frank Herzog hier keinen Halt vor Intimitäten macht“ (Christin Schlemann), aber auch seine Darstellung der „Särge“ seien „unverschämt“ (DominicSchild).

Die Führung übernahmen zwei Schülerinnen des Kurses, die sich im Vorfeld mit dem Künstler und einigen seiner Werke auseinandersetzten und eine Fülle an Informationen für den Kurs bereit hielten.

Kristina Leopold

 

 

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letztes Update 27.10.2006