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Besuch im Bundestag

Im Rahmen einer viertägigen Fahrt nach Berlin besuchten 17 Schülerinnen und Schüler des Pädagogik-Leistungskurses von ASG und GSG die Bundestagsabgeordnete Waltraud Lehn in Berlin.

Die Abgeordnete informierte die Jugendlichen über ihre Arbeit im Bundestag und insbesondere im Haushaltsausschuss und erläuterte aus aktuellem Anlass ihre ablehnende Einstellung zum Bundeswehreinsatz im Libanon-Konflikt.
Der Schwerpunkt des Gesprächs lag auf den Themen Bildung und Berufschancen. Waltraud Lehn fragte die Schüler/innen nach ihren Berufsplänen und bisherigen Erfahrungen mit Bewerbungen und hob die Bedeutung von Fremdsprachen für die berufliche Zukunft hervor. Lehn, die früher als Dezernentin in Marl selbst für die Schulen verantwortlich war, erinnerte an die schlechten deutschen PISA-Ergebnisse, forderte mehr Geld für die Bildung und trat – mit Hinweis auf Erfolge in Finnland - für Ganztagsschulen als Lebensorte, nicht nur als Lernorte ein.
Anschließend an dieses Gespräch bestieg die Schülergruppe mit der ASG-Lehrerin Ulrike Reichling die Reichstagskuppel und beobachtete später von der Besuchertribüne aus eine Debatte des Bundestages. Das Bundestagspersonal erläuterte die Regeln für Besucher: „Nicht essen, nicht trinken, nicht lachen, nicht rufen, nicht tanzen, nicht schlafen.“ Zum Glück beherzigten die Besucher diese Regeln. Das zunächst scheinbar unpolitische Thema der Debatte- die Arbeit des Petitionsausschusses - erhielt auch durch die Verknüpfung mit den letzten Landtagswahlergebnissen eine größere Bedeutung und machte den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche parteipolitische Positionen deutlich. Die im letzten Jahr gewachsene Anzahl der Petitionen an den Bundestag wurde einerseits als Anzeichen für zunehmend schlechtere Lebensbedingungen der Bevölkerung interpretiert, die mehr Anlass für Klagen geben, andererseits als Indiz für das Vertrauen der Bürger in die parlamentarische Demokratie.


 

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letztes Update 02.10.2006