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Neue Ingenieure braucht das Land

ASG erhält Preis für die Förderung naturwissenschaftlich-technischer Bildung

Einen der mit 15.000 Euro dotierten fünf Hauptpreise für gelungene Konzepte zur Förderung der naturwissenschaftlich-technischen Bildung konnte ASG-Schulleiter Klaus Jürgen Kochzusammen mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrern aus dem MINT-Zweig am Mittwoch (16.5.) in Düsseldorf aus der Hand von Innovationsminister Prof.Dr. Andreas Pinkwart entgegennehmen.

Bei der Preisverleihung im Rahmen des Kongresses "Zukunft durch Innovation - Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses" hob der Präsident der NRW-Arbeitgeber Horst-Werner Maier-Hunke in seiner Laudatio hervor, dass das MINT-Konzept des ASG auch wegen der angestrebten Förderung von Mädchen ein richtungsweisendes Projekt für die Förderung naturwissenschaftlich-technischer Bildung sei und ausgebaut werden sollte.
Angesichts des steigenden Bedarfs an gut ausgebildeten Ingenieuren (z.Zt. mehr als 10000 offene Stellen) haben das Land und die Wirtschaft in NRW eine Initiative gestartet, die das Ziel hat, die bedenklichen Rückstände des Landes im Bereich der naturwissenschaftlich-technischen Bildung auszugleichen. Nicht nur in der zurückgehenden Zahl an Interessenten für Ingenieurstudiengänge, sondern auch in der hohen Zahl von Studienabbrechern offenbare sich eine für die Wirtschaft gefährliche Tendenz, die Ekkehard Winter, Vorstand der Deutsche -Telekom-Stiftung in dem Bild von der "löchrigen Pipeline" zusammenfasste, aus der am Ende nur noch wenig von dem herauskomme, was eingegegeben worden sei.


v.l. Prof. Pinkwart (MIWFT), H.W.Mayer-Hunke (Arbeitgeberverband NRW), Tom Hegermann (WDR), W.Fuch (BDI), E.Winter (Deutsche Telekom Stiftung)

Alle Redner wiesen darauf hin, dass der geringe Frauenanteil in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen ebenfalls ein Missstand sei, der bekämpft werden müsse. Schulen und Hochschulen, aber auch die vorschulischen Einrichtungen wurden aufgefordert, mit einer neuen Didaktik das Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu fördern. Fünf besonders gelungene Konzepte, darunter auch das des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, wurden auf dem Kongress als richtungsweisend ausgezeichnet.

In der den Kongress begleitenden Ausstellung nahm Minister Pinkwart auch den Stand des ASG in Augenschein und ließ sich von den MINT-Schülern der ersten Stunde Wiebke Groth, Lea Girgenrath, Florian Busch und Tim Hanusa-Biermann die selbst programmierten Roboter erklären.

Ein Highlight der besonderen Art war für den Raumfahrtfan Tim Hanusa Biermann die Begegnung mit dem Astronauten Dr. Reinhold Ewald, der 1997mit dem russischen Raumschiff Sojus TM-25 zur Raumstation Mir flog und jetzt für Projekte der bemannten und unbemannten Raumfahrt bei der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt verantwortlich ist.

Am Ende des Kongresses kam ein zufriedenes ASG-Team zu einem Gruppenfoto zusammen und nahm dabei Klaus Dingemann in die Mitte, der seinerzeit als Schulleiter des ASG das MINT-Projekt auf den Weg gebracht hatte.

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letztes Update 12.09.2007