Die Seite ist optimiert für Internet Explorer

Ich lebe doch meine Musik...!

Direkt vom Warschauer Festival „turning sounds 4“ kam der Bottroper Komponist und Instrumentalist Dietmar Hippler (*1956) in die Aula des ASG, um mit den Schülern der Musik-Grundkurse der Oberstufe darüber zu diskutieren, wie beispielsweise der Tagesablauf eines hauptberuflichen Künstlers aussieht (der Tag fängt er bei ihm erst gegen 12 Uhr an), warum der Musiker sich beim Klavierspiel bewegt (Ich lebe doch meine Musik...!) oder wie es um die Verdienstmöglichkeiten eines Freiberuflers bestellt ist (...das ist Leistungssport, man arbeitet in mindestens sechs Berufen).

Aber eigentlich ging es um die aktive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik. Eher Konservatives hörte man beim impressionistischen Klavierstück „Quasi una fantasia“. Im Gegensatz dazu schöpfte er bei seiner Sammlung von Klavierminiaturen „Labyrinthe“ den Resonanzraum des Steinway-Flügels in der Aula voll aus beim Spiel mit unterschiedlichen Dämpfungseffekten, das an ein indonesisches Gamela-Orchesters erinnerte, oder dem Ausflug nach Afrika beim Trommeln auf den Metallverstrebungen.

Hipplers Neugier gilt der Klangerforschung und Klangerweiterung. Auch Trompete und Kleine Trommel können viel mehr, als gemeinhin angenommen! Mit einer Vielfalt von Geräuschen und Effekten führte er in dem Stück „Hip intervalls“ einen völlig verfremdeten Trompetenklang vor: statt Melodien werden Himmelsrichtungen, japanische Gespräche und Atemgeräusche zum kompositorischen Material. „Ist das Kunst?“ fragte sich sicher so mancher Zuhörer, aber vielleicht wird gerade die kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema zum genaueren Hinhören verführen.


 

nach oben

Online Informationen

Der Spiegel - Focus - FAZ - Frankfurter Rundschau - TAZ - Die Zeit

Süddeutsche Zeitung - Netzzeitung - Tagesschau - N-TV - Neue Züricher Zeitung

Marler Zeitung - WAZ

Sonstige

ALBERT ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

letztes Update 07.09.2006