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Aufnahmezeremonie für die neuen Start-Stipendiaten

Am vergangenen Montag wurden die 61 neuen Start-Stipendiaten aus NRW herzlich in das Begabtenprogramm aufgenommen.


Mitten unter den anderen Stipendiaten: Xenia Knorr (4. v. r.)

Eröffnet wurde diese Festveranstaltung durch Tannas Jenabzadeh, einer Start-Stipendiatin, die am Piano die Zuschauer begeisterte sie.
Der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Dr. Christof Eichert begrüßte die Jungendlichen sehr herzlich und ermutigte sie in seiner Rede, ihren Weg beizubehalten und sich durch nichts und niemanden entmutigen zu lassen.

Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW, machte in seiner Ansprache deutlich, dass diese 61 Stipendiaten mit Zuwanderungshintergrund ein Beweis dafür sind, dass Integration in der Bundesrepublik effektiv funktioniert; er erklärte, es sei nicht von Vorteil, immer negative Seiten der Zuwanderung aufzuzeigen, vielmehr sollten andere Kinder sich ein Beispiel nehmen an diesen engagierten und fleißigen Jugendlichen und Perspektiven im Leben erkennen und nutzen.


Die Gäste wurden daraufhin von weiteren musikalischen Talenten des Stipendium-Programms unterhalten und alle staunten über die herausragenden musischen Begabungen einiger Stipendiaten.
Jedes neue Mitglied des Programms erhielt im Anschluss eine Urkunde und wurde von den Sponsoren und Initiatoren beglückwünscht. Neben monatlichen 100 Euro Büchergeld bekommen die Stipendiaten zusätzlich einen Laptop und Drucker zur Förderung der Lernleistung.
Besonders rührend und bewegend waren die Reden von zwei neuen Stipendiaten: Dashne Sardar und Biniam Gebremedhin. Biniam brachte sogar einige Gäste zu Tränen, als er von seiner Flucht aus Eritrea vor rund vier Jahren. Als fünfzehnjähriger kam er ganz alleine nach Deutschland und hatte seit seiner Ankunft hier keinen Kontakt mehr zu seiner Familie, er weiß nicht einmal, ob sie noch lebt oder nicht. Biniam ist einer der zahlreichen Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Eritrea und Äthiopien, aber er hat sein Leben selbst in Hand genommen und ist auf dem besten Wege, selbstständig und unabhängig in Deutschland zu leben; durch das Erreichen des Stipendiums hat Biniam einen wichtigen Schritt getan in Richtung Integration. Die Lebensgeschichte dieses Jungens lässt deutlich werden, wie sehr Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund auf die Hilfe von außen angewiesen sind und wie sehr es sich loht, in sie zu investieren, denn die meisten Stipendiaten (Start gibt es nun schon fünf Jahre lang) schlagen nach dem Abitur einen akademischen Weg ein und bekommen so auch eine Möglichkeit, ihre Zukunft selbst gestalten zu können

Xenia Knorr

Bildungsseminar

 

 

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letztes Update 01.02.2007