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Bildungsseminar für START-Stipendiaten
in Neuss
Vom 19. bis zum 21. Januar fand
in Neuss ein START- Bildungsseminar statt zum Thema Rhetorik
und Kunst und Kultur im
20. Jahrhundert. Teilnehmer waren die neuen Stipendiaten
des START- Stipendiums sowie vorige Jahrgänge
Das Start-Stipendium ist bestimmt
für begabte Kinder mit
Migrationshintergrund, unter anderen Organisationen und Städten
unterstützt die Hertie-Stiftung dieses Stipendien-Programm.

Das Treffen stand unter einem
schlechten Zeichen, da die Schäden des Sturms
den Teilnehmern die Anreise erschwerten und die Organisatoren
des Seminars mussten sich mit vielen Problemen
herumschlagen.
Aber nichtsdestotrotz wurde fleißig und intensiv gearbeitet;
am ersten Tag erhielten die Stipendiaten erste Anweisungen und
Informationen über das Stipendien-Programm, zudem wurden die
ziemlich komfortabel eingerichteten Zimmer bezogen. Langsam kamen
die Jugendlichen in Kontakt zu einander und tauschten sich über
verschiedene Themen aus.

Am Samstag ging es dann richtig ans Debattieren.
Ziel des Seminars war es, die Grundregeln der Debatte zu erlernen
und vor allem anzuwenden.
In mehreren Gruppen aufgeteilt, wurden die Jugendlichen von Trainern
geschult und auf das Wesentliche vorbereitet.
In kleinen Übungen wurde dann geschult, wie man logisch und
strukturiert eine Debatte eröffnet, wie man mitargumentiert
und einen korrekten Schlusssatz mit seiner eigenen Meinung, gestützt
auf die in der Diskussion erbrachten Argumente, formuliert.
Dazu
sollten die Teilnehmer ihre persönliche ;größte
Erfindung der Welt, der Gruppe vorstellen, indem sie
versuchten, diese Erfindung logisch und gut gegliedert in einer
Rede mit Appellcharakter vorzuragen.
Daneben wurde das konzentrierte Zuhören
geübt, denn ohne aufmerksames Zuhören versteht man sein
Gegenüber oftmals nicht richtig und das kann in einer Debatte
problematisch werden, weil das richtige Zuhören folglich zu
den Grundregeln einer Diskussion gehört.
Kleine Übungs- Debatten zum Beispiel zum Thema Soll
die Todesstrafe in Deutschland eingeführt werden?
zielten außerdem darauf ab, das erlernte anzuwenden.
Der Samstagabend wurde von den Stipendiaten ziemlich bunt
gestaltet;
nach einer Eröffnungsrede von Ulrich Schutze, dem Landeskoordinator
des START-NRW, waren die Jugendlichen an der Reihe. Erstaunlich
und beeindruckend war, dass unter den Stipendiaten sich zahlreiche
musisch und tänzerisch begabte Jugendliche befanden. Manche
sangen zum Klavier oder mit Gitarre, andere führten Lateinamerikanische
Tänzer vor, andere den Bauchtanz.
Im Anschluss dieses bunt gemischten Programms wurde eine Art Disko
veranstaltet, auf der viele feierten und bis in die Nacht tanzten.
Am
Sonntag jedoch klingelte der Wecker schon sehr früh, denn
das Programm musste weitergehen. In den Rhetorikgruppen wurde einiges
vom Vortag wiederholt, aber vor allem begann langsam die Vorbereitung
auf die Schlussdebatte mit allen Rhetorikgruppen zum Thema Sollen
Killer-Spiele grundsätzlich verboten werden?
Bei dieser Schlussdebatte wurde dann deutlich, dass die Seminarteilnehmer
vieles dazu gelernt hatten, weil die Diskussion einwandfrei verlief
und die Debatanten sich vielen facettenreiche Argumenten bedienten,
um ihren Standpunkt zu verdeutlichen.
So allmählich ging dann nach der
Schlussdebatte das ereignisreiche Wochenende für die Stipendiaten
zu Ende.
Zum Abschluss wurden Regionalsprecher gewählt, denn die Stipendiaten
werden je nach Wohnort in verschiedene Gebiete eingeordnet (z.B.
Ruhr-Nord); die Regionalsprecher organisieren Treffen wie beispielsweise
einen Theaterbesuch, sodass die Teilnehmer mehr in Kontakt bleiben
und sich nicht aus den Augen verlieren

Der Abschied fiel vielen schwer, weil
zahlreiche Freundschaften geschlossen wurden, aber am kommenden
Montag treffen sich die
Neu-Stipendiaten erneut, um in Düsseldorf zeremoniell
und offiziell in das Stipendien-Programm aufgenommen zu werden.
Xenia Knorr
Aufnahmezeremonie
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