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Der Airbus 380 in Düsseldorf

Europas größtes Passagierflugzeug stattete NRW einen Besuch ab und lockte mehr als 100.000 Schaulustige auf die Aussichtsterrassen und an die Zäune des Düsseldorfer Airports.
Der Airbus A 380 war der Stargast des ReiseSuperMarktes, ein Eventwochenende der Touristikbranche, der auf dem nach Passagieraufkommen und Flugbewegungen weltweit drittgrößten Standort der Lufthansa seine Pforten geöffnet hatte.

von Dennis Kloss

Pünktlich um 10.43 Uhr erschien der A 380 aus den Wolken und überflog Düsseldorf International fast parallel zur Start- und Landebahn 05 in ostwärtige Richtung. Gekonnt in Szene gesetzt drehte das Flugzeug der Superlative vor dem Himmelsblau eine weite Kehre, um wie angekündigt mit dem riesigen Fahrwerk um 10.55 Uhr den Beton der Landebahn 23 zu berühren.

Zahlreiche Zuschauer waren erschienen - von den Medien wurden über 100.000 Besucher gemeldet - und fanden sich schon früh am Morgen in der Halle, an den Zäunen rund um das Flughafengelände sowie auf den Aussichtsterrassen ein, um das bis dahin einmalige Ereignis in NRW zu verfolgen. Der Besucherandrang war derart groß, dass die Aussichtsplattformen wegen drohender Überfüllung geschlossen werden mussten.

Mit dem Flug nach Düsseldorf begann für den Airbus A 380 eine Testflug-Serie zu Zielen in der ganzen Welt u.a. Sydney und Dubai. A 380 wird das Flagschiff der Lufthansa werden und daher begrüßte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Wolfgang Mayerhuber, neben der Crew zahlreiche namhafte Vertreter aus der Wirtschaft, sowie den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers zu einer Besichtigung des Riesenvogels.

Für die zahlreichen Schaulustigen war eine Besichtigung aus der Nähe verständlicherweise nicht möglich, doch der Blick auf dies einzigartige Passagierflugzeug, das zwischen den Terminals A und B auf der Parkposition stand, hatte auch so seinen Reiz. Jeder, der den Weg nach Düsseldorf gefunden hatte, kam auf seine Kosten und die zahlreichen Fotos, ob mit Handy oder Kamera geschossen, werden sicher einmal historische Bedeutung haben.

Der A 380 setzt nicht nur durch seine Größe neue Maßstäbe, sondern beschreitet in der Fertigung innovative Wege. In der Endausbaustufe soll das Flugzeug mit seinen zwei Stockwerken mehr als 800 Passagiere befördern, was eine Gewichtsreduzierung bei den verbauten Materialien zur Folge hat. Nur noch der Unterrumpf wird aus dem Werkstoff Aluminium bestehen. Zweidrittel der Außenhaut werden aus einem Aluminium-Kunststoff-Laminat gefertigt, wodurch das Gewicht erheblich reduziert wird. Bei ständig steigenden Flugbewegungen ist auch auf den Umweltschutz in besonderem Maße eingegangen worden.

Die vier Triebwerke vom Hersteller Rolls Royce sind leiser als herkömmliche Triebwerke und werden pro Passagier lediglich 3 Liter Kerosin pro 100 km Flugstrecke verbrauchen. Das Triebwerk hat einen Gebläsedurchmesser von ca. 3 Metern und saugt pro Sekunde 1,5 Tonnen Luft an. Es ist bis dato das leistungsstärkste Triebwerk der Welt.

So wie der Airbus planmäßig unter der Flugnummer AIB 001 in Düsseldorf gelandet ist, verließ er auch wieder pünktlich als Flug AIB 002 die Landeshauptstadt in Richtung Toulouse-Blagnac. A 380 ist ein zukunftsweisendes Projekt für Europa und dieses technische Meisterstück wird hoffentlich über Jahrzehnte wohlbehalten dem Erfolg entgegenfliegen.