Begegnungen mit Preisträgern
Auch in diesem Jahr war ALBERT nicht nur beim Bergfest, sondern
auch bei der Verleihung des Grimmepreises mit dabei. Nele Fels und Charly
Laß bewaffneten
sich mit Mikrofon und Kamera und schlüpften in die Rolle der Gesellschaftsreporter.
Ihre Ausbeute: Interessante Videointerviews mit einigen auch der jüngeren
Preisträger. Bemerkenswert: zwei ehemalige ASG-Schüler gehören
zu den Grimme-Preisträgern.
Der letzte Schultag vor den Osterferien bedeutet für alle Schüler
eigentlich das gleiche: endlich Ferien!! Doch dieses Jahr hatten Charly
Laß und ich sowie noch andere Schüler
von ASG und GSG (Bosse Kalama, Florian Bühring, Alexander Karuse,
Benedict Schuster, Kerstin Susanne Petsch und Florian Schweigkowski) noch
einen Grund mehr, uns zu freuen:
die Verleihung des Adolf-Grimme-Preises.
Für uns alle, die in der Marler-Gruppe dieses Jahr teilgenommen hatten,
um über einen der zu vergebenden Preise in der Sparte „Fiktion“ entscheiden
zu dürfen, hieß das, dass wir nun auch einmal die Filmemacher
und Schauspieler live erleben konnten, sowie auch im Publikum einer Preisverleihung
sitzen zu können. Bosse Klama und Kerstin Petsch hatten die Möglichkeit unseren zu vergebenden
Preis mit noch einem weiteren Mitglied der Marler Gruppe Monika Kaczerwoski
den Preisträgern des Films „ Nicht alle waren
Mörder“ überreichen zu dürfen.
Während die beiden sich also am Nachmittag für ihren Auftritt
am Abend im Theater Marl präparierten, machten Charly und ich uns auf
den Weg, um im Adolf-Grimme-Institut den Presseempfang miterleben zu können.
(Der Presseempfang dient dazu, dass die Presse schon einmal in Ruhe die Preisträger
interviewen kann.)
Schon von weitem konnten wir die weißen Zelte, die vor dem Institut
aufgebaut waren und dessen Eingang schmückten, sowie einen roten Teppich
erkennen, was das Institut schon viel glamouröser wirken ließ. Schwarze Autos fuhren vor und die Fotographen der einzelnen Zeitungen sorgten
für das Blitzlichtgewitter.
Die ankommenden prominenten Gäste wurden im Inneren der Zelte
auch schon von Kamerateams der einzelnen Sender erwartet. So hatten
wir beide es wirklich anfangs nicht leicht uns mit unserer kleinen digitalen
Kamera gegen für uns monströs wirkende Kameras durchzusetzen. Doch
schafften wir es nach ein wenig Wartezeit Jürgen von der Lippe
abzufangen, der „obwohl es ihm zu kalt war“, ein Interview mit
uns machte.

Interview
Dann sahen wir uns im Institut selber um, wo wir noch auf andere uns bekannte
Gesichter stießen: wir konnten mit Rosalie Thomass sprechen, die in
dem Krimi Polizeiruf 110: „Er sollte tot“ mitspielte.
Sie war mit einer der Nettesten, auf die wir an diesem Tag trafen,
da sie uns einfach ernst nahm.

Interview
Außerdem konnten wir Aaron Altaras (12 Jahre) interviewen, der die
Kinderhauptrolle in dem Film „ Nicht alle waren Mörder“ spielte
und
unser Interview souverän meisterte.

Interview
Besonders nützlich war es, dass wir viele der Filme schon gesehen hatten,
um so unter anderem Fragen an Thomas Durchschlag stellen zu können,
der für das Buch und die Regie im Film „ Allein“ verantwortlich
ist.
Dieser Film gewann das Mercedes- Benz Förderstipendium für das
eine kleine Extraverleihung im Institut arrangiert worden war. Uns hat es
gefreut, dass dieser Film einen Förderpreis gewann, da er in der Marler
Gruppe in der Sparte „ Fiktion“ knapp verloren hatte. Eigentlich
hatte der Film uns am besten gefallen.

Interview
Außerdem sprachen wir noch mit der Preisträgerin Josefine Preuß,
die man aus der Serie „Türkisch für Anfänger“ kennt,

Interview
sowie mit der Schauspielerin Bibiana Beglau, die eine Mutter in dem Film „ Unter
dem Eis“ spielte.

Interview
Auffällig war, dass mehrere Filme, die einen Preis gewannen, von türkischen
Migranten handelten, wie u.a. die Filme „Wut“ oder „Türkisch
für Anfänger“. Bei dem Interview mit dem Schauspieler Florian
David Fitz, aus dem eben zuletzt genannten Film, passierte uns dann ein echt
dummes Missgeschick: wir übersahen, dass das Mikro nicht eingeschalten
war. So etwas ist natürlich umso ärgerlicher, wenn
es ein besonders gutes Interview gewesen war.
Die ganze Zeit über hofften wir auf Hape Kerkeling und auch
auf Sönke
Wortmann, die aber anscheinend „trotz Ortskenntnis“ im
Stau zu stehen schienen. Sönke Wortmann, den ehemaligen
ASG-Schüler,
sahen wir dann später noch mit ASG-Schulleiter Klaus Jürgen Koch
zusammenstehen.

Nach ungefähr zweieinhalb Stunden machten wir uns dann auf den Weg
zur Preisverleihung, die ja auch im Fernsehen zu sehen war: Die Bühne im Theater wirkte auf einmal komplett anders, irgendwie größer,
als man sonst den Eindruck von ihr hat.
Von dem zweiten Rang aus konnten wir alles gut verfolgen und erkannten zu
Beginn gleich Hape Kerkeling, der von Kameras umringt, versuchte sich hinzusetzten.
Bevor die Show begann, wurde allen Preisträgern mitgeteilt, sich kurz
zu fassen und wenn möglich, niemanden zu grüßen oder sich
zu bedanken, was sowieso zum Scheitern verurteilt war, da sich natürlich
später niemand daran hielt. Und so hatte die Moderatorin dann auch sichtlich
Mühe, ihren Zeitplan einzuhalten.
Natürlich fieberten wir mit, als unsere Jurymitglieder unseren Preis
vergaben, da wir uns genau vorstellen konnnten, wie man sich da unten fühlt,
in der Gewissheit, dass man nun im Fernsehen zu sehen ist, auch wenn es
nur kurz ist.
Die Stimmung im Theater stieg spürbar, als zwei „Marler Jungs“,
wie sie sich nannten, hintereinander die Bühne betraten: Der eine war Sönke Wortmann (er gewann natürlich für sein„
Sommermärchen“)und der andere war Andreas Christoph Schmidt (er
gewann für die Dokumentation über „Fritz Lang“).
Beide waren Schüler des ASGs gewesen!!! Ob das wohl Zufall ist?
Zwei ehemalige ASG-Schüler als Grimmepreisträger: Andreas Christoph Schmidt
und
Sönke Wortmann
Nachdem alle Preise überreicht und alle Danksagungen gesagt worden
waren, machten wir uns auf den Rückweg ins Adolf-Grimme-Institut, wo
ein riesiges Buffet aufgebaut war, an dem sich alle geladenen Gäste
bedienen konnten. Uns gefiel vor allen Dingen ein Nachtisch aus einer
Limonengras- Zuckerwatte mit einem Trüffel. Ich glaube, diese edle Variante
der Zuckerwatte sagt schon alles über das restliche Buffet aus.
Natürlich hofften wir immer noch auf ein Interview mit Hape Kerkeling,
der nun auch anwesend war, doch sein Bodyguard machte uns zweimal deutlich,
dass sogar Autogramme nicht möglich seien, da „ Herr Kerkeling
Ruhe“ brauchte, was wir dann auch akzeptierten und uns lieber auf
das Tanzen in einem etwas kleineren Raum konzentrierten. Hier waren ein
paar jüngere Schauspieler zu finden, die es sichtlich
genossen, sich im Mittelpunkt der Party zu wissen und sich aber auch nicht
zu fein waren, mal mit uns zu sprechen.
Alles in allem hat es uns ausgesprochen gut gefallen, an solch einem Event
mitzumachen und alles hautnah miterleben zu können. Deswegen machen
wir es jetzt genauso, wie wir es erlebt haben (auch wenn die Zeit knapp ist):
Danke an alle, die uns die Chance gegeben haben, die Grimme-Preis-Verleihung
miterleben zu können!!
Nele Fels
Bergfest 07
Interview mit Sönke Wortmann
Grimmepreis 2006
Grimmepreis 2003
Interview mit Heinrich Breloer