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"Das Wunder von Lengede" im AGI
Interview mit Nadja Uhl
von Kathrin Lindau
Wer
ist Helga eigentlich?
Helga hat eine starke, gute und sympathische Art
für eine Frau, sie wohnt in Lengede, ist Bergarbeiterfrau, Mutter einer
Tochter und eine Frau, die gern in dem Ort lebt, ihre Verwandten und ihre Heimat
liebt.
Du bist ja eigentlich zu jung, um das damals miterlebt
zu haben, wie bist du das erste Mal in Kontakt damit gekommen?
Also, ich bin eigentlich erst durch das Drehbuch
darauf aufmerksam geworden. Was aber interessant war, ist, als ich das meiner
Familie erzählt habe, wurden sofort Erinnerungen wach und es wurde sofort
ein Gespräch ausgelöst, jeder hatte seine Erinnerungen, meine Oma,
Onkel, Tanten, meine Mutter, die damals noch ganz klein war, jedem fiel dieses
Ereignis ein, dass sie damals am Bildschirm oder am Radio mitgelitten und mitgefiebert
haben. Es war also sehr präsent in meiner Familie.
Im zweiten Teil ist alles sehr dramatisch und
sehr beängstigend, ich weiß jetzt nicht, wie es mit dem ersten Teil
aussieht, haben die Dreharbeiten auch Spaß gemacht oder standet ihr schon
unter einer permanenten Anspannung?
Nein, um Gottes Willen, das hält man ja gar
nicht durch, ich glaube, wenn das keinen Spaß machen würde, würde
keiner mehr diesen Beruf ausüben. Guck dir nur mal den ersten Teil an,
den zweiten natürlich auch, also, wir hatten ganz viel Spaß dabei,
das sieht man auch.
Wie bist du auf das Projekt aufmerksam geworden?
Mir wurde das Drehbuch zugeschickt, von der Produktion,
die mich aus anderen Filmen kannte und dachten: „Die können wir uns
gut in dieser Rolle vorstellen.“, da hab ich das Glück, dass die
mir das Buch zugeschickt haben.
Warum hast du dich letztendlich dafür entschieden?
Erst einmal musste ich zu einem Casting, wo man ein
paar Szenen vorspielen muss, wo man sich gut drauf vorbereiten muss und einfach
mal einen Eindruck geben kann, wie man sich die Rolle vorstellt. Und das hat
denen gefallen, dann haben die gesagt, sie hätten mich gerne in dieser
Rolle und weil mir die Rolle eben sehr, sehr gut gefallen hat, weil Helga eine
Frau ist, die sehr viele Stärken und Schwächen hat und eine Frau ist,
wie ich finde, und sehr realistisch geschrieben ist, wie ich auch Frauen sehe
und empfinde, habe ich gesagt, ich würde das gern machen. Und so sind wir
dann zusammen gekommen.
Bist du mit dem Ergebnis zufrieden?
Ja, ich finde, es ist wirklich ein großes
TV-Ereignis, ganz bewegender Stoff, es ist ja eine authentische Geschichte und
ich finde, dass diese ganze Riege von tollen Schauspielern dem sehr gerecht
wird. Dass die Männer und die Frauen unheimlich glaubwürdig sind in
ihren Rollen und dass wir dieser Geschichte von vor 40 Jahren in Lengede hoffentlich
gerecht werden und dass wir hoffentlich ein schönes Denkmal für die
Leute gesetzt haben, die das durchlebt und mitüberlebt haben
Bericht
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