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Comenius Arbeitstagung in Uppsala
Freude
und Begeisterung beim Treffen in Schweden
Lehrerinnen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums
trafen Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen europäischen Ländern
in Schweden, um gemeinsam die Durchführung des dreijährigen
Comenius-Projektes „Citizenship in Europe“ zu diskutieren
und zu bewerten.

Drei Jahre lang hat unsere Schule
ein Comenius-Projekt durchgeführt.
Im Hintergrund stand die Frage, welche Werte jungen Menschen
heute in einem vereinigten Europa, vermittelt werden sollten.
Im Vordergrund stand sich gegenseitig besser kennen zulernen.
Welche Feste werden in den einzelnen Ländern gefeiert?
Welche Traditionen gibt es? Welche Vorurteile gibt es? Ist
das Bild, das man sich vom jeweils anderen gemacht hat zutreffend?
Wie denken Schülerinnen und Schüler / Lehrerinnen
und Lehrer aus anderen europäischen Ländern über
Fragen des politischen und gesellschaftlichen Bereiches, die
bei uns in der Öffentlichkeit diskutiert werden? Wie sieht
die Schule, wie sieht das Schulleben in anderen Ländern
aus?
In vielen Fragen waren wir uns sehr nahe und trotzdem gab es
auch Vieles, was wir noch nicht voneinander wussten.
Drei Jahre sind sehr schnell vergangen. Das erste Treffen war
bei uns in Marl, dann folgten in halbjährlichem Rhythmus
Treffen in Portugal, Spanien, Italien und Schweden. Während
der Treffen wurden die vorangegangenen Aktivitäten evaluiert
und die kommenden geplant. In vielen Klassen und Kursen wurde
mit Schülerinnen und Schülern zu den Themen des Comenius-Projektes
gearbeitet, der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern
der anderen Länder erfolgte über ein Internet-Forum.
Auch an einigen Treffen konnten einzelne Schülerinnen
und Schüler teilnehmen.
Drei Jahre waren vor allem für diejenigen, die an den
Treffen teilnehmen konnten, Zeit, sich intensiv kennen zulernen.
Wir sind zu Freunden geworden, sind froh und dankbar, und hoffen
diese Freundschaften nach Abschluss des Projektes weiter pflegen
zu können.
Das Abschlusstreffen vom 27. April bis zum 1. Mai in Uppsala
wird für uns alle unvergesslich bleiben. Teilgenommen
haben von unserer Schule Christel Schrieverhoff, die das Gesamtprojekt
in jeder Hinsicht vorbildlich geleitet hat, Julia Haase, Beate
Vollmer und Regina Giegel. Die schwedischen Kollegen haben
uns einen überaus herzlichen Empfang bereitet. Wir gewannen
Einblicke in ihre Schule, wurden mit einen umfangreichen und
interessanten kulturellen Programm unterhalten und hatten vor
allem auch abends Gelegenheit miteinander zu reden und zu feiern.
Besonders interessant waren die Feiern zum 30. April, dem Tag,
an dem in Schweden der Frühling begrüßt wird.
Die Feiern beginnen morgens mit einem Floßwettbewerb
auf der Fyris, dem Fluss, der durch Uppsala fließt. Dabei
geht es nicht zuerst um Geschwindigkeit, sondern darum, mit
einem möglichst lustigem, einfallsreichem, selbstgebauten
Boot oder Floß das Ziel zu erreichen. Viele der Teilnehmer
landen nämlich zur Belustigung der zahlreichen Zuschauer
im eiskalten Wasser, weil ihre Gefährte an einem der kleinen
Wasserfälle zerbrechen. Mittags wird vor der Universität
feierlich der Frühling ausgerufen. Dazu schwenken Alte
und Junge, alle, die bereits einen Universitätsabschluss
haben, ihre weißen Kappen, die ihnen zu Examen verliehen
wurden. Dann wird gesungen und gefeiert. Besonders eindrucksvoll
war für uns, der Abend, den die schwedischen Kollegen
an ihrer Schule vorbereitet hatten. Mit Hilfe eines Spiels
haben sie uns mit den Kollegen ihrer Schule bekannt gemacht,
so dass wir schnell intensiv miteinander ins Gespräch
kommen konnten. Alle Kollegen der schwedischen Schule haben
ihren Beitrag zu einem ausgefallenen Buffet mit schwedischen
Spezialitäten geleistet, „smörgasbord“ genannt.
Dazu wurde gesungen und später auch getanzt. Am letzten
Abend hatten wir ein sehr lustiges Wikinger-Dinner. Danach
fiel es schwer zu Bett zu gehen, denn der Gedanke an
den Abschied und die Rückreise am nächsten Tag machte
alle etwas traurig.

Wir alle fühlen uns sehr bereichert durch unsere Erfahrungen
mit dem Comenius-Projekt. Nicht alles ist in Worte zu fassen,
doch es ist ein Gefühl der Nähe und des gegenseitigen
Verständnisses entstanden. Wir hoffen unsere Erfahrungen
weitergeben zu können.
Besonders schön ist es für das ASG, dass die beteiligte
Schule aus Barcelona an einem Schüleraustauschprogramm
interessiert ist, eine Idee die unsere neue mitgereiste Spanischlehrerin
Frau Haase gern tatkräftig realisieren möchte, da
das sicherlich eine große Bereicherung für unseren
Spanischunterricht sein würde
Regina Giegel
Arbeitstagung in Marl
2003
Arbeitstagung in Almada
2004
Arbeitstagung
in Barcelona 2005
Arbeitstagung in Iseo
zur
gemeinsamen Comenius-Website
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