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Die Schüler der neunten Klassen
des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, unter ihnen auch ich, nahmen
am Schülerwettbewerb Osteuropa teil, der versucht durch
viele unterschiedliche Projekte den Kulturaustausch zwischen
Deutschland und den osteuropäischen Ländern zu fördern.
Ob künstlerisch, geographisch, musikalisch oder geschichtlich,
die Erarbeitung einer Präsentation, Mappe oder eines Bildes-
uns wurden viele Freiheiten gelassen und nur grobe Angaben und
Vorschläge unterbreitet, und uns blieb somit viel Platzt
für Kreativität.

Staatssekretär Heinrich Große-Brockhoff
überreicht die Preise an Silvianna Liu (ASG)...
Thema des diesjährigen Wettbewerbs
war "Kulturelle Horizonte erweitern" und das taten
einige von uns bei ausführlichen Recherchen und mit Interesse
an den fremden und den leider immer noch von Vorurteilen belasteten
Kulturen.Uns wurde, innerhalb des Erdkundeunterrichts bzw. unseres
Differenzierungsbereiches die Aufgabe gestellt, sich mit dem
Wettbewerb zu befassen, was praktisch alle Schüler dazu
aufforderte, einen mehr oder weniger gut ausgearbeiteten Beitrag
zu leisten. Nach einiger Zeit (wir schickten unsere Ergebnisse
im Januar ab und erhielten die Rückmeldung im Mai) wurden
alle Teilnehmer mit Urkunden prämiert und einige wenige
von uns eingeladen, einen Preis entgegenzunehmen.
Silvianna Liu (Klasse 9b) und ich, Stephanie Müller (Klasse
9b), gehörten zu diesen wenigen und hatten somit unter
der Führung von Herrn Grofmeier eine als sehr gut ausgezeichnete
Arbeit geleistet. Gemeinsam mit Martha Kubitsch ( 9a), Kathrin
Kamps (9a), Monique Masterlerz (9b) und Vanessa Bremer (9b),
die mit ihrer Gruppenarbeit im Fach Kunst-und Geschichte (unter
der Leitung von Irene Rasch-Erb, GSG) gesiegt hatten, waren
demnach sechs Schülerinnen des ASG nominiert worden.

...und an Stephanie Müller (ASG)
Gespannt, was uns erwarten würde,
fuhren wir am 12.06. nach Bocholt, wo die Preisverleihung und
Ausstellung stattfinden sollte.
Uns blieb nicht viel Zeit, bei so vielen detaillierten Ausstellungsstücken,
alles in Augenschein zu nehmen, aber unser erster Eindruck,
war, dass unfassbar viel Mühe und Einfallsreichtum in all
die Projekte geflossen waren und dass sie, wenn auch alle so
sorgsam ausgearbeitet, unterschiedlicher nicht hätten sein
können.

Grundschulklassen und alle Typen der weiterführenden Schulen
waren mit Beiträgen vertreten, sowohl Spiele aus Holz oder
Papier, unglaublich ausführliche Mappen, Bilder, die die
Vorurteile mehrerer Ländern gegeneinander verdeutlichten
und sie somit zu widerlegen versuchten, aber auch die "Horizonte",
die überschritten werden sollten, waren in einem Mobile
dargestellt.

Bevor es in den großen Saal,
der sowohl als Rathaus, als auch als Theaterbühne genutzt
wird, ging, hatten wir die Möglichkeit etwas zu trinken
und eine Kleinigkeit zu essen. Dann ging es mit der ersten Rede
los, auf die noch weitere folgten. Uns wurde näheres über
die Stadt Bocholt berichtet und noch einmal verdeutlich, wie
wichtig der Osteuropawettbewerb sei. Es wurden sogar einige
Schüler auf die Bühne gerufen, die aus osteuropäischen
Ländern stammten und deren Gewinn ein Aufenthalt in Deutschland
war. Sie hielten, so gut es ihnen möglich war, eine Rede
auf Deutsch und begeisterten das Publikum. Unterstützt
wurde die Bühnenpräsenz der zuständigen Beamten
von einer jungen Musikgruppe, die uns durch ihre Lieder gut
unterhielt.
Dann wurden schließlich die Preise vergeben, jeweils ein
Geldpreis in Höhe von 300,-€, gleichgültig ob
Gruppen oder Einzelarbeit. Wir waren alle sehr über die
Höhe unseres tatsächlichen Gewinnes überrascht
und erfreut. Ebenso, darüber, dass die Organisatoren verlauten
ließen, dass Marl in diesem Jahr die meisten Sieger hervorgebracht
hätte, sowohl das ASG und GSG, aber auch die Ernst-Immel-Realschule
und das Hans-Böckler-Berufskolleg konnten Erfolge verbuchen.
Glücklich stellten wir uns also
für ein Pressefoto zur Verfügung und nahmen die Mappe,
den Überweisungsschein und die Begründung zur Auswahl
unsers Projektes entgegen. Durch ein weiteres Lied wurden wir
schließlich verabschiedet und machten uns auf, zurück
nach Marl.
Abschließend, kann ich nicht nur wegen des Gewinns, sondern
vor allem wegen der Erkenntnisse, die ich aus so einem Projekt
gewinnen durfte, und wegen der Auseinandersetzung mit anderen
Kulturen und Sitten und der Kreativität der anderen Teilnehmer
nur empfehlen, am Schülerwettbewerb teilzunehmen. Denn
die Themen für das Jahr 2009 sind bereits bekannt und ich
hoffe, dass das ASG wieder einige glückliche Gewinner hervorbringen
wird.
Stephanie Müller
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