Umwelterziehung und Umweltbildung 

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Das pädagogische Konzept der Umwelterziehung und Umweltbildung am Albert-Schweitzer-Geschwister- Scholl-Gymnasium ist ganzheitlich ausgerichtet und ein Schwerpunkt unseres Schulprogramms. Die Orientierungsgrundlage für die schulische Umweltbildung unserer Schülerinnen und Schüler bildet dabei der Gedanke einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21. Hierbei ist es uns wichtig, dass ökologische Fragestellungen und Problemfelder sowohl im Fachunterricht als auch in fächerübergreifenden Unterrichtsveranstaltungen thematisiert und diskutiert sowie bei der Gestaltung des Schullebens berücksichtigt werden. 

 

Fächerübergreifende  Projekte

Um das umweltbezogene Handeln in der Schule auf eine möglichst breite Grundlage zu stellen und Schule insgesamt als Lebensraum zu begreifen, haben Schülergruppen, Lehrer/Innen aus unterschiedlichen Fächern und Eltern seit mehreren Jahren damit begonnen, das Schulumfeld im Rahmen von großangelegten Schulgeländeprojekten ökologisch und schülerfreundlich umzugestalten und damit aufzuwerten.So wurden nach Absprache mit den entsprechenden Genehmigungsbehörden der Stadt und der Schulaufsicht Entsiegelungsmaßnahmen eingeleitet und die Umgestaltung des Geländes von der Jahrgangsstufe 9 im Rahmen von fünftägigen Projekttagen vorgenommen. 

 

praesentation

 

 

Mehrere Stein- und Staudenbeete sind angelegt und durch Patenschaften in den Verantwortungsbereich von Schulklassen bzw. Eltern überführt worden.Offene Klassenzimmer im Schulgarten und auf dem Schulhof, von Schüler/Innen errichtet, schaffen Aufenthaltsräume und Kommunikationsmöglichkeiten nicht nur für die Schüler/Innen unseres Gymnasiums.   

Neben der Schulgeländearbeit werden jährlich in fächerübergreifenden Projekten Agenda- relevante Themenfelder bearbeitet, die in besonderer Weise ein Bewusstsein in ökologische Zusammenhänge vermitteln sowie eine Umweltbildung im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung fördern. So wurde vor einigen Jahren von einer Arbeitsgruppe aus Lehrer/Innen und Schüler/Innen unserer Schule im Rahmen eines Abfallkonzeptes das Projekt „Meike“ ins Leben gerufen, das Schüler/Innen, Lehrer/Innen und Eltern zur Sammlung leerer Druckerpatronen aufruft.Weitere Umweltprojekte (Übersicht) greifen z.B. Themenfelder aus den Bereichen des Klimaschutzes und des Energiesparens auf, wo Ökobilanzen erstellt und über gesellschaftliche Alternativen der heutigen Energieversorgung nachgedacht werden. Diese Projekte wurden in Kooperation mit Universitäten (TH- Dortmund/ FH- Gelsenkirchen) durchgeführt.So untersuchte eine andere Projektgruppe mithilfe von Modellkonstruktionen und durch unterschiedliche Messverfahren den Energieverlust durch Fensterfronten in Klassenzimmern und unterbreitete den städtischen Behörden Vorschläge, wie durch einfache Verfahren Energie eingespart werden könnte.    

 

 

 

sonnenuhr 

 

 

Auch mit dem Themenfeld „Verkehr“ haben sich die Schülerinnen und Schüler näher auseinandergesetzt und u.a. in Zusammenarbeit mit städtischen Behörden eine Untersuchung der Verkehrsströme auf der Hagenstraße (Schulnähe)  durchgeführt. Anhand der ermittelten Daten wurden von den Schülern Unfallschwerpunkte erkannt und aus diesen Zusammenhängen geeignete Maßnahmen zur Unfallvermeidung entwickelt. So wurde eine der Schule anliegende Straße zur Fahrradstraße umbenannt.Ein weiteres fächerübergreifendes Projekt wurde zum Thema „Ernährung und Schulleistung“ durchgeführt. Auch hier sollte den Schülern ihr eigenes Ernährungsverhalten bewusst werden und Zusammenhänge aufgezeigt werden zur Produktions- und Ernährungsweise in Ländern der Dritten Welt. Eine umfangreiche Befragung aller  Schüler/Innen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 zeigte Veränderungen im Ernährungsverhalten der Kinder- und Jugendlichen auf. Die Statistische Auswertung und Bewertung der Umfrage vor allem im Zusammenhang mit Konzentrationsschwächen und Schulproblemen wird den Eltern unserer Schüler auf Elternsprechtagen und Klassenpflegschaftssitzungen als Diskussionsgrundlage vorgelegt.   

 

 

Schulgartenarbeit  

 

 

Seit über 25 Jahren besteht an unserer Schule ein Schulgarten, der von Schülern der Schulgarten – AG, wechselnden Schülergruppen und Eltern gepflegt und betreut wird. Diese Fläche beinhaltet neben von Schüler/Innen errichteten Nutzbeeten und mehreren kleineren Biotopen  wie Schulteich, Bachlauf, Hecke und Kräuterspirale ein  Moor- und Waldbiotop , einen Sinnespfad und eine weitere Freiluftklasse.  

 

 

analyse


Unter ökologischen und systematischen Fragestellungen erarbeiten Schüler/Innen der Sek. I und II im Rahmen der Fächer Biologie und Chemie sowie der Differenzierungskurse wesentliche Problemfelder des Unterrichts.  Nisthilfen unterschiedlichster Art, künstlerische Gestaltung von Baumpfählen zeigen handwerkliches Können unserer Schüler.Der Garten bietet aber nicht nur den Schülern Möglichkeiten der Beobachtung und Gestaltung, sondern er dient auch Kolleginnen und Kollegen als Erholungs- und Begegnungsraum. 

 

Außerschulische Partner

Wie können Projektarbeit und umweltbezogenes Handeln insgesamt in den Fachunterricht integriert werden? 
Von welchen außerschulischen Partnern können wir bei der Umweltarbeit unterstützt und beraten werden?
Diese Fragen wurden in Fachkonferenzen aufgegriffen und erörtert. In diesem Zusammenhang ein Exkursionsprogramm beschlossen, das    Schülerinnen und Schüler vielfältige Möglichkeiten des persönlichen Erlebens und der methodischen Qualifikation im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung bietet.Mit der pädagogischen Zusammenarbeit der Zooschule Münster, Mitarbeitern vom BUND Recklinghausen sowie mit Vertretern städtischer Behörden bestehen vielfältige Möglichkeiten auch außerschulische Partner in die Umweltarbeit unserer Schule einzubeziehen.Die Schwerpunkte der Umwelterziehung liegen in der Orientierungsstufe und der Jahrgangsstufe 8. In der Jahrgangsstufe 8 werden mehrere jahreszeitlich ausgerichtete Exkursionen zum Thema „Der Wald als Lebensraum“ durchgeführt.  Im Differenzierungsbereich der Jahrgangsstufen 8 und 9 läuft seit mehreren Jahren das Umweltschutzprojekt „Ökologische Geographie“, wo Fachlehrer der Fächer Biologie, Chemie und Geographie fächerübergreifend ein Fließgewässer  in ihrem Schulort Marl unter verschiedenen inhaltlichen und methodischen Aspekten untersuchen. Vor mehreren Jahren ist eine Bachpatenschaft über einen Abschnitt des Freerbruchbaches übernommen worden. Andere fächerübergreifende Projekte auch in der Sek.II  (Ökosystem Wattenmeer) sind bisher durchgeführt worden und werden weiterhin angestrebt. Eine weitere Zusammenarbeit mit den im näheren Umfeld vorliegenden Umweltzentren wird diskutiert.  

Vor mehreren Jahren ist an unserer Schule die Arbeitsgruppe Umwelt  gegründet worden. Sie besteht aus Lehrerinnen und Lehrern unterschiedlicher Fächer sowie aus Schülern und Eltern. Diese Arbeitsgruppe versteht sich als Planungs- und Koordinierungsstelle, die verschiedene Aktionen oder Projekte initiiert bzw. organisiert und diese in ein Gesamtkonzept einbindet. Sie betreibt Öffentlichkeitsarbeit und gestaltet mit den Schülern die Dokumentation der Arbeitsergebnisse.

 

Partizipation am Beispiel des Umweltprojekts

Umweltprojekt 2012
Schülerinnen und Schüler beim RWE-Klimaschutzpreis erfolgreich
Umweltprojekt 2010