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Figurentheater "engel mit nur einem flügel" für die Jahrgangsstufe 6 am Donnerstag, 8. November 2018 in der Aula

Der 9. November wird als Schicksalstag der Deutschen bezeichnet. Einerseits wird der Fall der Berliner Mauer 1989 gefeiert, andererseits der Reichsprogromnacht 1938 gedacht, die mit den brennenden Synagogen den Auftakt der systematischen Judenvernichtung durch die Nationalsozialisten darstellte. An dieses düstere Kapitel der deutschen Geschichte erinnert auf kindgerechte und ergreifende Weise das Figurentheaterstück "engel mit nur einem flügel", das wie in jedem Jahr vom Theater Töfte für die Jahrgangsstufe 6 in der Aula aufgeführt wid. Der Verein der Freunde des ASGSG fördert die Veranstaltung mit 3 Euro pro Karte.

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Zum Stück: In dem Figurentheaterstück "engel mit nur einem flügel" erzählt Robert Goldstein erzählt seine Geschichte. Es ist die Geschichte einer jüdischen Kindheit im nationalsozialistischen Deutschland, die Geschichte verstörender, alltäglicher Ereignisse.

Die Zuschauer begleiten Robert auf seine Reise in die Vergangenheit. Sie suchen mit ihm seine Lieblingsplätze und Geheimverstecke auf. Sie lernen Lehrer, Mitschüler und Freunde kennen. Sie erleben, wie kleine Anfeindungen sich zu einer großen Ausgrenzung verdichten und müssen erfahren, was es heißt, einen Judenstern zu tragen.

Robert und sein Vater werden schließlich in einen Zug Richtung Konzentrationslager gesperrt. Ein Ausnahmeschicksal? Ja, denn der kleine Robert wird wie durch ein Wunder gerettet. Er überlebt bei einer Bauernfamilie in Frankreich und findet nach Jahren sogar seinen Vater in Paris wieder.

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„engel mit nur einem flügel“ wurde im März 2003 beim 19. Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW in Neuss mit dem Theaterpreis NRW ausgezeichnet, war im Jahre 2001 Kindertheater des Monats in NRW und gastierte auf zahlreichen internationalen und nationalen Festivals.

„Das Schicksal eines jüdischen Kindes während der Nazi-Diktatur - das zu erzählen ist ein schwieriges, riskantes Unterfangen. Ralf Kiekhöfer meistert es erstaunlich sicher ohne falsche Töne. Er täuscht nichts vor, spielt mit den Objekten auf offener Bühne - so effektiv, dass die Zuschauer nebenbei viel über Theater erfahren. Die Geschichte auch heute immer wieder zu erzählen, ist wichtig...die schönste Aufführung des insgesamt anregenden Festivals.” (Aus der Begründung der Preisjury des 19. Theatertreffen NRW)

Zum Theater Töfte:

Das Theater Töfte mit seinem Leiter Ralf Kiekhöfer ist seit Mai 1984 als freies professionelles Tourneetheater mit ganzjährigem Spielbetrieb unterwegs und hat in dieser Zeit mehr als 22 Theaterstücke für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren inzeniert und Gastspiele im gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland gegeben. Spielorte sind Theater, Stadthallen, Bürger- und Gemeindehäusern, Jugendheime, Kleinkunstbühnen, Schulaulen, Turnhallen, Kindergärten, Spielplätze, Parks… In den  Jahren des Bestehens haben sich zwei typisches Spielkonzepte entwickelt: zum einen werden offen geführte Klappmaul-Figuren im Wechselspiel mit einem Schauspieler bevorzugt, zum anderen eine Verbindung von Schau-, Figuren- und Maskenspiel mit viel Live-Musik, besonders für die Stücke, in denen Kindern gestalterische Möglichkeiten zum Mitspielen angeboten werden.