Reisestipendien zum Besuch des Deutschen Museums in München
Die Oberstufenschülerinnen und Oberstüfenschüler Florian Bösing, Leon Haane, Marlene Keller, Romina Mir Akbari, Parsa Mir Akbari und Furkan Özyurt aus der Q1 verbrachten fünf spannende Tage im Deutschen Museum in München.

Hier berichten sie von ihren vielfältigen Eindrücken:
Zunächst möchten wir uns herzlich beim MNU, dem Verband zur Förderung des MINT-Unterrichts, sowie bei der Engel-Stiftung aus Marl für die großzügige Unterstützung bedanken. Durch die Reisestipendien sollen mathematisch und naturwissenschaftlich interessierte Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschülergefördert und motiviert werden. Sowohl die Kosten für die Unterkunft als auch für das Programm wurden vollständig übernommen.
Ein weiterer Dank gilt außerdem Frau Welling für die Organisation dieser Fahrt.
Montag, 13.04.2026
Zwei Stunden später als geplant sind wir in München angekommen. Kaum hatten wir die Unterkunft gefunden, startete schon unsere erste Führung, die uns einen ersten Überblick über das Museum geben sollte, sodass wir in den nächsten Tagen gezielter das Museum bestaunen konnten.
Es scheint, als wäre der Mittelpunkt des Museums ein Pendel im Turm, das an einem 60 Meter langen Drahtseil hängt. Ein solches Foucaultsches Pendel weist die Rotation der Erde ohne astronomische Beobachtungen nach. Das Pendel rotiert augenscheinlich, obwohl es eigentlich die Erde ist, die sich unter dem Pendel wegdreht.
Die Hälfte des Museums ist restauriert und geöffnet. Es gibt verschiedene Ausstellungen, unter anderem Robotik, Modelleisenbahnen, Brückenbau, historische Motoren, Flugzeuge und Raketen. Außerdem gibt es Ausstellungen im Bereich der Chemie, Biologie und Gesundheit, der Atomphysik und der Musik. Alle Ausstellungen legen den Fokus auf technischen Fortschritt. So kann man die Entwicklung der Dampfmaschine bis hin zum Ottomotor verfolgen oder dabei zusehen, wie Computer immer kleiner wurden und ihre Leistung exponentiell erhöht haben.
Dienstag, 14.04.2026.
Unser Tag begann mit einer Führung in die verschiedenen Werkstätten des Deutschen Museums, unter anderem der Malerei, dem Modellbau, den Medien, der Restauration und der Schreinerei. Diese und weitere Stationen lehrten uns etwas über die Arbeit und Zusammenarbeit, welche das Museum zum Leben bringt und erhält. Außerdem teilten die verschiedenen Mitarbeiter der Stationen mit, dass sie durch diese Projekte vieles über die Wissenschaft lernten, um sie korrekt für die Besucher darzustellen.
Mittags begann dann unsere Führung in der Museumsabteilung für Musik. Die Mitarbeiterin hat Musik studiert und ist Orgelbauerin. Deswegen konnte sie uns mit voller Begeisterung durch Auftritte und Modelle die Funktion und Entwicklung von Tasten-, Zupf- und Blasinstrumenten wie dem Cembalo, der Orgel und dem Alphorn zeigen. Schön war, dass Furkan das Cembalo und Florian das Alphorn als Besucher gespielt haben. Als Letztes durften wir uns auch einen Musikautomaten aus einem Baumodell von 1910 anhören, bestehend aus einem Klavier und drei Geigen, was interessant und begeisternd war.
Mittwoch, 15.04.2026
Dies war der einzige Tag unseres Aufenthalts in der bayerischen Landeshauptstadt, an dem der Tagesplan eingehalten wurde, denn krankheitsbedingt mussten einige Führungen verschoben werden. Gut gesättigt vom üppigen Frühstück begab wir uns in die Chemieabteilung.
Eindrücklich vermittelt wurde uns während der zweistündigen Führung nicht nur, dass die Chemie erst seit „kurzer“ Zeit nicht mehr rein experimentell ist und dass Lise Meitner und Fritz Straßmann den Nobelpreis gleichsam verdient haben wie Otto Hahn, sondern auch, dass man in Bayern nur Bier von über 6 % Vol. Alkohol trinkt, ebenso, wie man es in Bayern braut.
Da es kein Nachmittagsprogramm gab, verstreuten wir uns und die anderen 21 Stipendiaten aus ganz Deutschland schnell über die Stadt. Einige blieben auch im Museum oder besuchten das nahegelegene Verkehrsmuseum. Viele nutzten aber auch die erstmalig in München aufkommende Möglichkeit, der Sonne und dem Müßiggang zu frönen.
Zweifelsohne beschränkt sich der Münchener Lokalpatriotismus nicht nur auf das Bierbrauen, sondern auch auf den Fußball. Zu Gast war im Rahmen der UEFA Champions League Real Madrid, und deshalb ergab sich die Gelegenheit, die beleuchtete Allianz Arena zumindest von außen zu besichtigen. Und wer dann noch nicht ins Bett gefallen war, beschäftigte sich mit der vollumfänglichen Erkundung der hiesigen Kulinarik.
Donnerstag, 16.04.2026
Programmpunkt des heutigen Tages war ein Workshop über Sensoren. Wir konnten verschiedene Situationen, in denen Sensoren benötigt werden, experimentell darstellen, wie etwa für Regen.
Danach hatten wir freie Museums- und Freizeit. Wer am vorigen Tag noch nicht alles besichtigen konnte, hatte noch genug Zeit dazu. Am Abend haben wir mit allen einen Spieleabend gemacht und den letzten Abend zusammen ausklingen lassen.
Freitag, 17.04.2026
Unser Zug sollte erst nachmittags zurückfahren, weswegen wir nochmals in das Museum gehen durften. Auch noch am fünften Tag unseres Besuches konnten wir neue Sachen entdecken. So haben wir in der Ausstellung über Kodierungen einen Tresor entdeckt, den man öffnen konnte, nachdem man einen Code geknackt hatte. In dem Tresor waren Bonbons versteckt, die sich fleißige Besucher verdienen konnten. Außerdem hatten wir durch die freie Zeiteinteilung auch die Möglichkeit, uns Vorträge anzuhören. Beispielsweise wurde ein Vortrag über gokartfahrende und tanzende Roboter gehalten. Jener Roboter wurde dann auch von seinen Programmierern vorgeführt. Die Besucher durften den Roboter anschließend selbst steuern.
Die Rückreise verlief nach einem Ausfall unseres Zuges relativ reibungslos.
Wir hatten eine wunderbare Zeit und haben viele neue Erfahrungen gemacht, danke!














