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Albert - Das Online-Magazin

Ein erschütterndes Beispiel ist, dass viele junge Männer und Frauen dort bis zu 16 Stunden am Tag giftige Lackstoffe beim Sprühen mancher Hochglanzartikel einatmen müssen. Dies hat negative Auswirkungen auf das Herz, die Leber, die Lunge und die Nieren, denn diese Organe werden dadurch stark geschädigt.

Doch dies ist noch lange nicht alles! In dieser „Hölle“, wie Experten die dortigen Arbeitsplätze nennen, haben auch viele Arbeiter, die nichts mit Lack zu tun haben, vernarbte Ausschläge oder rote Blasen an den Armen. Dies ist kaum zu ertragen. Ebenfalls sind die Löhne der Arbeiter in China häufig erschreckend niedrig, und dies nicht nur in der Herstellungsbranche. Selbst Arbeiter, die immer harte körperliche Arbeit verrichten müssen, bekommen pro Tag nur bis zu fünf Euro Tageseinkommen, was zum Leben kaum ausreichend ist bei allen alltäglichen Kosten. Studien belegen, dass im Jahre 2006 allein 21 Millionen Chinesen unterhalb der Armutsgrenze lebten. Diese hatten ein Jahreseinkommen von 70 Euro. Diese absolut lächerliche, aber leider wahre Zahl muss man sich einmal durch den Kopf gehen lassen! Umgerechnet sind dies 5,83 Euro im Monat. Wie soll man davon leben? Diese enttäuschenden Werte sind jedoch vergleichsweise gut im Vergleich zum Jahr 2003, wo dort noch 29 Millionen unter der Armutsgrenze lebten. Dies macht etwas Mut!

Traurig ist allerdings, dass viele Deutsche Firmen ihre Produkte in China unter unfassbar schlechten Arbeitsbedingungen herstellen lassen, nur weil dies für „eine billige Mark“ geschehen kann. Die Firmenbosse sollten mal bedenken, wie schlecht es den Arbeitern in China geht, und wie wenig sie verdienen. – Die Menschenwürde ist schließlich das Wichtigste! –

Jeder einzelne kann dazu beitragen, diese Einstellung in seinem Umfeld zu fördern und somit die Firmen zum Umdenken zu bewegen. Wenn man Unterschriften gegen eine solche Herstellungsweise in China sammelt, und diese dann an die entsprechenden Firmen einschickt oder gezielt Politiker anspricht, welche auch von diesen Bedingungen wissen sollten, dann werden die Firmen dazu gebracht, noch einmal über ihr einseitiges Gewinnstreben und die Arbeitsbedingungen in ihren Produktionsstätten nachzudenken und sie schließlich zu verbessern!

Dies ist ein großes Ziel, das aber zu schaffen ist, wenn sich jeder einzelne dafür engagiert und wir uns alle zusammen bemühen!

Steven Knoke und Dino Bamminger (Klasse 9c ASG)

Leserbrief von Sebastian Kahlenberg