Studien- und Berufswahlorientierung

Die ständige Rückbindung schulischer Bildung an die Arbeitswelt ist eine wichtige Aufgabe. Deshalb gibt es am ASGSG durchgängig Angebote zur Studien- und Berufsorientierung sowohl für die Sekundarstufe I als auch für die Oberstufe.

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Sekundarstufe I:

Jahrgangsstufe 8: Bereits in dieser Stufe startet die erste Phase: Eine Potenzialanalyse bietet allen Schülerinnen und Schülern eine fundierte Selbst- und Fremdeinschätzung. Die Jugendlichen entdecken dabei auch unabhängig von geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt. Die Ergebnisse werden individuell und vertraulich ausgewertet und in einem Berufswahlpass dokumentiert.
Zusätzlich absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein eintägiges Berufsfeldpraktikum. Desweiteren können sie ihre Erfahrungen mit der Teilnahm am Girls' & Boys' Day ergänzen.
isinformationen zur Potentialanalyse (KAoA)

Jahrgangsstufe 9:  In den Fächern Deutsch und Politik sind z.B. die Themen "Berufe" und "Arbeitswelt" Gegenstand des Unterrichts. Der Berufsinformationstag im Marler Rathaus kann von interessierten Schülerinnen und Schülern wahrgenommen werden. Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 nehmen klassenweise an einem zweistündigen Workshop "Wege zur Berufsorientierung" teil, der von Frau Grossart geleitet wird.
Schließlich ermöglicht ein verpflichtendes dreiwöchiges Betriebspraktikum erstmals den direkten Einblick in die richtige Arbeitswelt.

Hier finden sich alle für das Praktikum benötigten Unterlagen:

Informationen für Eltern und Schüler
,   Informationen für Betriebe,   Bestätigung der Betriebe

Jugendarbeitsschutz Leitfaden NRW

Sekundarstufe II:

Vorbemerkung: Nach einer aktuellen Statistik (2014) beginnen 74% aller Abiturienten ein Studium, davon verlassen 28% die Hochschule allerdings wieder nach dem ersten Studienjahr.

Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler fällt die Berufswahl schwer, 26% hätten gern mehr Unterstützung. Insgesamt neigen Gymnasiasten dazu, sich recht spät zu informieren, Jungen noch später als Mädchen. Während ihrer Findungsphase ändern die SuS ihren Studien- und Berufswunsch erheblich, insgesamt nimmt die Neigung zu studieren ab und der Plan, einen Beruf zu ergreifen, zu.

Beratungsgespräche werden von den SuS mehr geschätzt als Internetrecherchen und Computertests.

Daraus ergeben sich für unser Schulkonzept folgende Kriterien:

  1. Die Maßnahmen müssen sowohl zur Information und zur Orientierung dienen.
  2. Die Jugendlichen müssen frühzeitig erreicht werden.
  3. Studien- und Berufsorientierung ist als Prozess zu verstehen, der sich nach und nach entwickelt.
  4. Beratung und konkrete Angebote/ Instrumente müssen ineinander greifen.

Zu Beginn der EF werden die SuS alle wesentlichen Angebote/Veranstaltungen/Projekte aus dem Bereich StuBO informiert. Neben Angeboten im Rahmen des Unterrichts sind das vor allem die Sprechstunden von Frau Grossart von der AfA, die jeweils am letzten Dienstag im Monat stattfinden. Außerdem nimmt Frau Grossart regelmäßig am Elternsprechtag teil.

Ab dem Schuljahr 2019/20 gibt es im Rahmen von KAoA einen Reflexionsworkshop über die Ergebnisse der Studien- und Berufsorientierung in der Sek I; er wird zu Beginn des Schuljahrs in unserer Schule stattfinden und ebenfalls von Frau Grossart geleitet. Ab dem kommenden Schuljahr ist auch ein 5tägiges Praktikum verpflichtend, das in einem Betrieb, an der Universität oder sonst einer Institution absolviert werden kann.

Unser Beratungsangebot wird seit zwei Jahren durch das „Talentscouting“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bochum erweitert. Als Talentförderin ist Frau Şahintürk im Einsatz. Der Unterschied zur Beratung in den Sprechstunden des AfA besteht zum einen darin, dass hier der Schwerpunkt auf Betreuung und Begleitung der SuS liegt. Außerdem ist die Zielgruppe eine etwas andere: es geht um SuS mit Potential, die mit einer individuellen Förderung unterstützt werden. Mögliche Talente werden, ausgehend von den Zeugniskonferenzen in der 9, gezielt eingeladen an der Talentförderung teilzunehmen, doch steht dieses Instrument grundsätzlich allen SuS offen.

In der Q1 werden die Angebote/Veranstaltungen/Projekte aus dem Bereich StuBO deutlich ausgeweitet. Neben den zur EF erwähnten Elementen, die alle fortgeführt werden, gibt es zunächst das Angebot zur Teilnahme an den Hochschultagen der Universitäten Münster und Düsseldorf. Falls SuS darüber hinaus Interesse an Interesse weiter Hochschulen und Universitäten haben, kann dies individuell abgesprochen werden. In Ergänzung des DELF B 2, das ein Studium an einer französichen Hochschule ermöglicht, kann auch an einem deutsch-französischem Hochschultag teilgenommen werden.

In Anbetracht der stärker werdenden beruflichen Orientierung unserer SuS bieten wir seit vier Jahren auch die Teilnahme an der Ausbildungsmesse in der Veltinsarena in Gelsenkirchen an. Diese Veranstaltung findet ganz am Anfang der Q1 statt und wird sehr gut angenommen.

Zu Beginn des 2. Halbjahres ist der Workshop zur Studien- und Berufsberatung ein bewährtes Element; er wird von Frau Grossart und ihrem Team geleitet. Es ist für alle SuS der Q1 verpflichtend. Der Workshop bietet Einblick in verschiedenste Studien- und Berufsrichtungen, außerdem informiert er über Auslandsaufenthalte, Stipendien und allgemeine Fragen rund um Studium und Beruf. Die Schwerpunkte werden entsprechend den Wünschen der SuS in jedem Jahr neu gesetzt.

In Ergänzung dazu bietet die AfA in Recklinghausen studienfeldbezogene Tests an, die den SuS eine Einschätzung geben, ob sie für das angestrebte Studium auch eine entsprechende Eignung besitzen.

Eine ganz andere Möglichkeit sich über Studium und Beruf zu informieren, ist das Job-Speed-Dating im März. Hierbei handelt es sich um einen Erfahrungsaustausch mit ehemaligen SuS unserer Schule. Im lockeren Gespräch erzählen unsere Ehemaligen von ihren Studiengängen, Ausbildungen, Berufen, ihrem FSJ u.ä. und beantworten ganz konkrete Fragen. Dazu stellen wir die Gruppentische grob nach Studien- und Berufsrichtungen zusammen und bitten unsere SuS mehrfach den Tisch zu wechseln, um Einblick in ein anderes Themenfeld zu bekommen. Das Angebot ist freiwillig und nachmittags; es wird in jedem Jahr von ca. 20 bis 30 SuS genutzt.

Freiwillig ist auch das Angebot, ein Assessmentcenter zu simulieren. An zwei Tagen im April ist eine dazu speziell ausgebildete Kraft von der BEK in der Schule, die unsere SuS durch verschiedene Übungen auf ein solches Assessment vorbereitet. Da pro Kurs nicht mehr als 20 SuS teilnehmen können, sind die Plätze oft schnell vergeben.  

Bis auf das Assessmentcenter und den Workshop im Februar, werden in der Q2 alle Elemente der StuBO (Unterrichtsgänge in Firmen und Institute, Hochschultage, Beratungsangebote im Haus und Job-Speed-Dating) fortgeführt. Darüber hinaus gibt es speziell für die SoWi-Kurse ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Finanzamt Marl, „Steuern und Schule“.

Eine Informationsveranstaltung zur Bewerbung um Studienplätze, das kurz vor dem Abitur terminiert ist, rundet unser Angebot in der Oberstufe ab.

 

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